Lebensdaten
1682 bis 1754
Geburtsort
Innsbruck
Sterbeort
Innsbruck
Beruf/Funktion
Architekt ; Ingenieur
Konfession
katholische Familie
Normdaten
GND: 119482126 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gump, Georg Anton
  • Gumpp, Georg Anton
  • Gump, Georg Anton

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Zitierweise

Gumpp, Georg Anton, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119482126.html [20.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Martin d. Ä. (s. 3);
    B Joh. Martin d. J. (s. 4);
    1714 Anna Elisabet Lama v. u. zu Bichsenhausen.

  • Leben

    Seit 1711 ist G. seinem Vater in der Verwaltung des Hof- und Hofkammerbauamtes beigeordnet und wird nach dessen Pensionierung 1722 selbst zum Hofbaumeister ernannt. In Italien geschult, schließt er sich dem römischen Hochbarock an, den Werken Cortonas, Rainaldis und Borrominis, verarbeitet diese Einflüsse jedoch in durchaus persönlicher Weise. Im Gegensatz zu seinem Vater legt G., der bedeutendste Künstler der Familie, weniger Gewicht auf das Dekorative als vielmehr auf eine kraftvolle und kühne architektonische Gliederung, die sowohl das Äußere wie das Innere seiner Bauten beherrscht. Die Wucht und die Schwere vieler seiner architektonischen Schöpfungen legen einen spezifisch tiroler Charakterzug frei, der besonders in der kraftvollen Konzentration der Energie im Mittelrisalit des Innsbrucker Landhauses (1725–31) zum Ausdruck kommt. Trotz der hochbarock gesteigerten Einzelformen, der Auflösung der Bauten in einzelne Glieder und der reichen plastischen Durcharbeitung der Baukörper ist das Streben nach einheitlicher Raumwirkung allenthalben spürbar. Ein Beispiel dafür ist die unter Bauleitung des Hofbauschreibers H. Derflinger 1729-35 entstandene Johanneskirche am Innrain zu Innsbruck.

  • Werke

    Weitere W Fassade d. Wiltener Stiftskirche, 1716;
    Landhauskapelle, Innsbruck, 1728;
    Entwurf f. d. Pfarrkirche St. Jakob, ebd., 1714 (nicht ausgeführt);
    Fassade d. Neuen Stiftes, ebd. (Volkskunstmus.), 1719;
    Neubau d. Gymnasiums d. Jesuiten, ebd. (Theol. Fak. d. Univ.), 1722-24;
    Palais Pfeiffersberg, ebd., vor 1723;
    Umbau d. Stiftskirche Zu Stams, 1729-32;
    Umbau d. Abtei (südl. T. d. westl. Hauptfront) d. Stiftes Stams, 1719-24 (unter Verwendung d. Pläne s. V).

  • Literatur

    K. Fischnaler, Zur Ausschmückung d. Tiroler Landhauses, in: Der Burgwart 30, 1929, S. 33-37;
    H. Hammer, Bau u. Gesch. d. Neuen Stifts, in: Tirol, II. Folge, 1929, H. 4;
    ders., Die St. Jakobspfarrkirche in Innsbruck u. d. süddt. Wandpfeilerkirchen, in: Zs. d. Dt. Ver. f. Kunstwiss. 5, 1938;
    O. Redlich, Über Kunst u. Kultur d. Barocks in Österreich, in: Archiv f. österr. Gesch. 115, 1943, S. 347; s. a. L z. Gesamtart.

  • Autor/in

    Heinz von Mackowitz
  • Empfohlene Zitierweise

    Mackowitz, Heinz von, "Gumpp, Georg Anton" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 309 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119482126.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA