Lebensdaten
1851 – 1930
Geburtsort
Kufstein (Tirol)
Sterbeort
Valkenburg (Holland)
Beruf/Funktion
Jesuit ; Schriftsteller
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116887168 | OGND | VIAF: 32759762
Namensvarianten
  • Gerber, Hildebrand (Pseudonym)
  • Gruber, Hermann
  • Gerber, Hildebrand (Pseudonym)
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Objekt/Werk(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Gruber, Hermann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116887168.html [21.04.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Joseph, Landrichter, S d. Kupferschmieds Johann in Bruneck u. d. Elisabeth Pirchner;
    M Walburga (* 1829), T d. Großkaufm. Matthias v. Wenger (1784–1851) in Hall/Tirol u. d. Maria Gremlich.

  • Biographie

    Nach den Gymnasialstudien im Jesuitenkolleg in Feldkirch trat G. 1868 in die Gesellschaft Jesu ein. Seine philosophisch-theologischen Studien absolvierte er in Maria-Laach, (nach der Vertreibung des Ordens aus Deutschland) in Blyenbeek (Holland) und Ditton Hall (England). 1876 zum Priester geweiht, wirkte er einige Jahre als Seelsorger für die Auslandsdeutschen in Belgien und in der Schweiz. 1887 wurde er der Schriftleitung der „Stimmen aus Maria-Laach“ in Exaten (Holland) als Mitarbeiter zugeteilt. Durch seinen Ordensbruder M. Pachtler angeregt, wandte er sich damals seiner eigentlichen Lebensarbeit zu, der Erforschung und Bekämpfung der Freimaurerei. Es war die Zeit, in welcher der berüchtigte französische Schwindler Leo Taxil durch seine vorgeblichen Enthüllungen der Greueltaten der Freimaurer die katholische Welt in Angst und Schrecken versetzte (seit 1885). G. ließ sich zunächst selbst täuschen und übersetzte einige Schriften von Taxil ins Deutsche. Aber nachdem er die Betrügereien durchschaut hatte, wurde er nicht müde, vor ihm in Artikeln und Büchern zu warnen (1895-99). Als Mitarbeiter an der „Catholic Encyclopedia“ lernte er die angelsächsische Freimaurerei kennen. Die peinlichen Erfahrungen in den vorausgegangenen Jahren ließen ihn nun sachlicher urteilen. Als er|1930 starb, war er anerkanntermaßen einer der besten Kenner der Weltfreimaurerei, dessen Gerechtigkeitssinn seine Gegner dadurch geehrt hatten, daß viele Logen ihm ihre Akten und Veröffentlichungen übersandt hatten.

  • Werke

    W u. a. Auguste Comte, 1889 (franz., ital., poln. Überss.);
    Der Positivismus v. Tode Comtes bis auf unsere Tage, 1891 (franz., ital. Überss.);
    Schwindler u. Beschwindelte od. Bilder aus d. inneren Gesch. d. Freimaurerei, 1891;
    Die Freimaurerei u. d. öffentl. Ordnung, 1893, ²1893;
    Der Oddfellow-Orden u. d. Dekret d. Kongregation d. Inquisition v. 20.8.1894, 1896;
    Leo Taxils Palladismusroman, 1897;
    Betrug als Ende e. Betruges od. d. Kundgebung Leo Taxils v. 19.8.1897, 1897;
    Einigungsbestrebungen u. innere Kämpfe in d. dt. Freimaurerei seit 1866, 1898;
    Der „giftige Kern“ od. d. wahren Bestrebungen d. Freimaurerei, aktenmäßig nachgewiesen, I, 1899;
    Mazzini, Freimaurerei u. Weltrev., 1900 (ital. Übers.);
    Freimaurerei u. Umsturzbewegung, 1901;
    Schulfrage u. Vfg.krisis in Luxemburg, 1915;
    Freimaurerei, Weltkrieg u. Weltfriede, 1917;
    zahlr. Artikel, in: Kath. Kirchenlex., Staatslex. d. Görresges., Catholic Enc., Stimmen aus Maria-Laach, Hist.-pol. Bll., Theol. u. Glaube, Neues Reich, Köln. Volksztg., Germania, Civiltà Cattolica.

  • Literatur

    J. Gemmel, in: Mitt. aus d. Dt. Provinzen [d. Ges. Jesu] 12, 1932, S. 182 f. (Bibliogr.);
    Kosch, Kath. Dtld. I (W, L);
    L. Koch, Jesuitenlex., 1934, Sp. 739 f. (W, L).

  • Autor/in

    Heinrich Bacht
  • Zitierweise

    Bacht SJ, Heinrich, "Gruber, Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 181-182 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116887168.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA