Lebensdaten
1682 bis 1748
Geburtsort
Venedig
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
Theater- und Kirchenmaler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 122719670 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Groni, Johann Baptist
  • Grone, Johann Baptist
  • Groni, Johann Baptist
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Zitierweise

Grone, Johann Baptist, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd122719670.html [15.11.2019].

CC0

  • Genealogie

    N. N.;
    S Peter Ignaz ( 1752), theatralischer Maler am Dresdner Hofe (s. ThB).

  • Leben

    Über G.s Ausbildung und Arbeiten in Venedig ist nichts bekannt; seit spätestens Anfang 1719 war er in Dresden, als Alessandro und Girolamo Mauro das von M. D. Pöppelmann errichtete Opernhaus hinter dem Südostpavillon des Zwingers mit italienischen Kräften im Innern und theatertechnisch ausstatteten, um den Plafond mit oder unter Alessandro auf Leinwand zu malen. Nach 1728 schuf er im Jagdschloß Moritzburg unter anderem im Billardsaal die Supraporten der 4 Jahreszeiten in Grisaille-Malerei. 1734 bemalte er in der Frauenkirche G. Bährs die 8 Felder der Kuppel mit Fresken der 4 Evangelisten und 4 Tugenden (1945 zerstört). Beide Male setzte er großfigurige, reich bewegte Gestalten mit spätbarocker Gestik in einen architektonischen Rahmen. Als weiteres wesentliches Werk entstand 1738 das|Altarbild in Großhartmannsdorf bei Freiberg, Christus am Kreuze zwischen Moses mit der Schlange und Johannes dem Täufer. Als umfangreichstes Werk schuf G. das Deckengemälde von 400 qm Fläche in der von J. Ch. Knöffel errichteten Schloßkapelle Hubertusburg (heiliger Hubertus vor dem weißen Hirsche knieend), 1733 errichtete er in dem zur ersten katholischen Hofkirche durch R. Leplat umgebauten Opernhause W. C. Klengels das Castrum doloris für August den Starken (Abbildung in: Sächsischer Hof- und Staatskalender 1735). Als Theaterarchitekt baute er 1738/39 mit A. Zucchi das Innere des Pöppelmannschen Opernhauses zum ersten Male um und erneuerte wohl vollständig die Malerei des Plafond. 1740 wurde er Nachfolger von Zucchi als „theatralischer Maler und Architekt“. Als solcher schuf er die spätbarocken Dekorationen zu den Opern J. A. Hasses, Antigone 1744, Semiramida, La Spartana Generosa, Leucippo 1747. Sein Amtsnachfolger war Guiseppe Galli-Bibiena, als sein bedeutendster Schüler gilt Matthias Oesterreich.

  • Literatur

    F. Löffler, Das alte Dresden, 41961 (mit Abb.);
    ThB (W, L). - Fotomaterial: Dresden, Inst. f. Denkmalpflege.

  • Autor/in

    Fritz Löffler
  • Empfohlene Zitierweise

    Löffler, Fritz, "Grone, Johann Baptist" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 126 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd122719670.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA