Lebensdaten
1819 bis 1898
Geburtsort
Burghaig bei Kulmbach
Sterbeort
Saint Charles (Missouri, USA)
Beruf/Funktion
lutherischer Pfarrer
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 131589679 | OGND | VIAF: 74988937
Namensvarianten
  • Gräbner, Johann Heinrich Philipp
  • Graebner, Johann Heinrich Philipp
  • Gräbner, Johann Heinrich Philipp
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Zitierweise

Graebner, Johann Heinrich Philipp, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd131589679.html [01.10.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Johann, Schneidermeister, Organist, Kantor, Musiklehrer;
    M Eleonore Cath. Rehm;
    Frankentrost 1848 Jacobine Denninger;
    2 S, u. a. August Lorenz (1849–1904), zuletzt Prof. f. KG u. Dogmatik am Concordia Seminar d. Missouri-Synode in St. Louis, veröff. dt. u. engl. vor allem Arbb. üb. kirchengeschichtl. u. dogmat. Themen u. begründete 1897 die Theul. Quartalsschr. (Theological Quarterly);
    E Theodor (1876–1950), Prof. f. hist. u. systemat. Theologie am Concordia Seminar in St. Louis, einer d. ersten Leiter d. Jugendbewegung in d. Missouri-Synode, Mitbegründer d. „Luth. Laien-Liga“, d. St. Louiser Bachges., beteiligt an Einigungsbestrebungen im amerikan. Luthertum, red. Sonntagsbll. (dt., engl., norweg.) u. d. Zss. „Lehre u. Wehre“ (1913-18), „Homiletic Magazine“ (1913-18) u. „Concordia Historical Institute Quarterly“ (1928-50) der Missouri-Synode, schrieb zahlr. Bücher f. d. prakt. Theologen.

  • Leben

    Nach Beendigung seiner theologischen Studien in Erlangen war G. seit 1845 Lehrer der Kinder W. Löhes in Neuendettelsau und wurde auf diese Weise mit dessen Gedankengängen über die Mission vertraut und von ihm als „Nothelfer“ für die nach Amerika ausgewanderten Deutschen ausgebildet. 1847 hat Lohe unter G.s Leitung den zweiten Ansiedlertrupp von Neuendettelsau nach Nordamerika ausgesandt. G. gründete nach Kauf von mehreren Quadratmeilen Land südlich von Saginaw (Michigan) und nach Ordination durch C. F. W. Walther, den Präses der Missourisynode, die heute noch bestehende Gemeinde Frankentrost als einen der Sammelpunkte für die nach Nordamerika eingewanderten Franken – ähnlich wie die 1845 von Friedrich August Craemer (1812–91) ins Leben gerufene Siedlung Frankenmuth – und als Missionszentrum für die benachbarten Indianer, zu denen G. immer die besten Beziehungen hatte. Aber schon 1853 zog G. aus Gesundheitsrücksichten nach Roseville bei Detroit und 1859 nach Saint Charles in Missouri. Bedeutung erhielt der Name G. für das Luthertum in den USA vor allem durch seinen Sohn August und seinen Enkel Theodor.

  • Literatur

    (auch f. S u. E) Concordia Historical Institute Quarterly 20 u. 23, St. Louis 1947/48 u. 1950/51;
    DAB;
    Lutheran Cyclopedia, St. Louis, 1954.

  • Autor/in

    Julius Bodensieck
  • Empfohlene Zitierweise

    Bodensieck, Julius, "Graebner, Johann Heinrich Philipp" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 707 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd131589679.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA