Lebensdaten
1895 bis 1956
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Friedrichshafen am Bodensee
Beruf/Funktion
Musikpädagoge
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118695967 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Götsch, Johann Gottfried Georg
  • Götsch, Georg
  • Götsch, Johann Gottfried Georg
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Zitierweise

Götsch, Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118695967.html [20.06.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Georg (1868–94), Formermeister, S d. Bahnbeamten Frdr. Ludw. in B. u. d. Joh. Sophie Charl. Kroschke;
    M Therese (1866–1944), T d. Kaufm. Joh. Gottlieb Heintze in B. u. d. Justine Marie Wilh. Ganske;
    1) Cambo/Northumberland 1932 (⚮) Katharine (*1908), T d. Sir Charles Trevelyan (S d. Sir George Otto T., 1838–1928, Schriftsteller, Pol.), 2) Überlingen 1950 Adelheid Ringhardtz;
    2 T aus 1).

  • Leben

    Das Leben G.s war geprägt von der musikalischen Jugendbewegung. Im Alter von 15 Jahren trat er dem „Wandervogel“ bei und wurde später zusammen mit Fritz Jöde und Walter Hensel eine der führenden Persönlichkeiten der deutschen Jugendmusik in den 20er Jahren. – Nach dem Besuch des Lehrerseminars meldete sich G. 1914 als Kriegsfreiwilliger und war von 1915-20 russischer Kriegsgefangener in Sibirien. Nach seiner Heimkehr war er Volksschullehrer in Berlin und studierte von 1924-29 Musik. Teilweise schon während dieser Zeit war er Dozent an der Musikhochschule in Berlin (1926–31), ebenso (1928-30) Dozent für Musik und Tanz an der Deutschen Hochschule für Leibesübungen. Um im Sinne der Volkstanzbewegung die alten Tänze wiederzubeleben, veröffentlichte er 1928 mit dem Engländer Rolf Gardiner „Alte Kontratänze“. 1927-29 baute er in Frankfurt/Oder eine musische Akademie auf: das „Musikheim“, das er von 1929-43 leitete. Als Chorleiter der „Märkischen Spielgemeinde“ und des „Deutschen Singkreises“ organisierte er 1921-38 sogenannte Singfahrten in Deutschland und ins Ausland (England). Nach dem 2. Weltkrieg lebte G. bis zu seinem Tode am Bodensee und veranstaltete mit Unterstützung des Kultusministeriums des Bundeslandes Hessen musische Lehrgänge (1952/53 „Musische Semester“). – Durch seinen Idealismus und seine unermüdliche Tatkraft hat G. die erzieherische Verbindung von Leibesübungen mit Musik und Tanz und darüber hinaus die Reform der Musikerziehung wesentlich gefördert.

  • Werke

    Weitere W u. a. Dt. Jugendbewegung als Volksgewissen, 1928;
    Singende Mannschaft, 1941;
    Geselliges Tanzbuch, 5 Bde., 1943-55;
    Musische Bildung, 3 Bde., 1949-55.

  • Literatur

    H. Höckner, Die Musik in d. dt. Jugendbewegung, 1927;
    W. Ehmann, Erbe u. Auftrag musikal. Erneuerung, 1950;
    E. Bitterhof, in: Musica 10, 1956;
    F. Oberborbeck, in: MGG V, Sp. 457 f. (W, L).

  • Autor/in

    Ernst Waeltner
  • Empfohlene Zitierweise

    Waeltner, Ernst, "Götsch, Georg" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 577 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118695967.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA