Lebensdaten
1841 bis 1906
Geburtsort
Lüchow (Hannover)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Eisenbahnfachmann
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 136044131 | OGND | VIAF: 79257798
Namensvarianten
  • Goering, Wilhelm Bernhard Adolph
  • Göring, Adolph
  • Goering, Adolph
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Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Goering, Adolph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136044131.html [22.09.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Carl Aug. Adolph, Landrat u. Amtsrichter in Hildesheim;
    M Sophie Carol. Christiane Wilhelmine (* 1800), T d. Chrstn. Wilh. Selig ( 1812), Kämmereisekr. in Lüneburg, u. d. Sophie Justine Frieder. Schilling;
    Tante-m Elis. Christiane Frieder. ( Chrstn. Heinr. Seidel, Prof. d. Theol. u. Sup. in Göttingen);
    N. N.;
    1 S, 2 T;
    N Hans Görges ( 1946), Elektrotechniker (s. NDB VI).

  • Leben

    G. besuchte 1858-63 die Polytechnische Schule zu Hannover. Das Gebiet des Eisenbahnbauwesens lernte er bei A. von Kaven kennen, durch den er lebhafte Anregungen erhielt und mit dem er bis zu dessen Tode in steter Verbindung geblieben ist. 1864 schloß er seine Studien mit der ersten Staatsprüfung im Wasser- und Eisenbahnbau ab.

    Nach kurzer Tätigkeit im Hochbau und beim Bau der Privatbahn Georgsmarienhütte wurde G. 1864 zum Dienst bei der Hannoverschen Staatsbahn einberufen. 1868 trat er in Berlin in die Dienste der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahnverwaltung. Er vertiefte seine fachlichen Kenntnisse an der Bauakademie und legte 1871 die 2. Staatsprüfung ab. Eine Reiseprämie war der Lohn für besondere Leistungen. – 1871-76 stand er als Regierungsbaumeister im Dienste der Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn, zuletzt als leitender Abteilungsbaumeister. Im Anschluß daran lernte er auf einer größeren Studienreise die wichtigsten Eisenbahn-, Straßen- und Tunnelbauten der Schweiz, Italiens, Österreichs und des westlichen Deutschlands kennen. 1877 wurde er Dozent an der Berliner Bauakademie, 1878 etatmäßiger Professor. Es gelang ihm, das Gebiet des Eisenbahnbaues als selbständiges Lehrfach gerade zu einer Zeit überaus starker Verkehrsentwicklung neu aufzubauen. Die Begründung der Wissenschaft von den Bahnhofsanlagen ist sein Verdienst. Die bedeutenden Eisenbahnfachleute W. Cauer, M. Oder und O. Blum gehören der G.schen Schule an. Sein bekanntestes Werk „Massenermittlung, Massenverteilung und Transportkosten der Erdarbeiten“ (1881, 51907) gehört zur bedeutendsten Literatur auf diesem Fachgebiet.|

  • Auszeichnungen

    Mehrere Jahre im Vorstand d. „Verbandes deutscher Architekten- und Ingenieurvereine“;
    zuletzt längere Zeit 2. Vorsitzender d. Vereins für Eisenbahnkunde.

  • Werke

    Weitere W „Bahnhöfe“, „Oberbau“ in: Enz. d. Eisenbahnwesens I u. V, hrsg. v. V. Röll, 1890/93;
    „Oberbau d. Eisenbahnen“, „Bahnhöfe-Güterbahnhöfe-Rangierbahnhöfe“, in: Lex. d. gesamten Technik, hrsg. v. O. Lueger, 1898;
    Gutachten üb. d. Langensche einschienige Schwebebahn Barmen-Elberfeld-Vohwinkel, 1902 (mit C. Koepcke u. A. v. Borries);
    Eisenbahnbau, in: Hütte, d. Ing. Taschenbuch 191905;
    Anordnung d. Bahnhöfe, in: Hdb. d. Ing.wiss. V, 4, 1, 1907 (mit M. Oder);
    Aufsätze u. Vorträge in: Zbl. d. Bauverwaltung, 1881-1905;
    Organ f. d. Fortschritte d. Eisenbahnwesens, 1890-99;
    Verhh. d. Ver. f. Eisenbahnkde., 1898-1902.

  • Literatur

    Dt. Bauztg. 40, 1906, S. 716;
    Verhh. d. Ver. f. Eisenbahnkde., 1906, S. 233 (P);
    W. Cauer, in: Zbl. d. Bauverwaltung 26, 1906, S. 646 (P);
    M. Oder, in: Organ f. d. Fortschritte d. Eisenbahnwesens 44, 1907, S. 41;
    Progr. d. TH Berlin f. d. Stud.j. 1907/08, S. 141;
    BJ XI (Tl. 1906).

  • Autor/in

    Erwin Massute
  • Empfohlene Zitierweise

    Massute, Erwin, "Goering, Adolph" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 529 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136044131.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA