Lebensdaten
1455 – 1539
Beruf/Funktion
Latinist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 101041322 | OGND | VIAF: 90511601
Namensvarianten
  • Goclenius, Konrad
  • Goclenius, Conrad
  • Coclenius, Conradus
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Goclenius, Konrad, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd101041322.html [23.02.2024].

CC0

  • Biographie

    Goclenius: Konrad G., Professor der lateinischen Sprache an dem Collegio trilingui der Universität Löwen, geb. 1455 zu Mengeringhausen bei Arolsen im Fürstenthum Waldeck, am 25. Januar 1539 zu Löwen. — Ueber seine Jugend besitzen wir keine Nachrichten. Als er nach Löwen gekommen und Mitglied der Artistenfacultät geworden war, wurde er bald an Stelle des Adriaen von Barlandt als Professor des Lateinischen berufen. Sein Mitbewerber war Jacques Ceratinus, der als guter Kenner der klassischen Sprachen gerühmt wird. G. begann seine Vorlesungen am 1. December 1519 und erwarb sich durch die Vorzüglichkeit derselben bald solches Ansehen, daß er am 28. Februar 1524 als Vertreter (Decan) der Artistenfacultüt in den akademischen Senat aufgenommen wurde. In Anerkennung seiner wissenschaftlichen Verdienste war ihm schon früher ein Canonicat an der Kirche Notre-Dame zu Antwerpen, ohne die Verpflichtung, seinen Wohnsitz daselbst nehmen zu müssen, verliehen worden. Sein, wie es scheint, nicht unbedeutender Ruf brachte ihn in Verbindung mit Erasmus, der nach seinem Aufenthalte in Löwen seinen Verkehr mit ihm brieflich fortsetzte. Erasmus vermachte ihm bei seinem Tode einen silbernen Becher zum Andenken und eine Summe von 1000 Ducaten, die er G. zum Aufheben gegeben hatte. Die litterarische Thätigkeit des G. war gering. Er hatte mit einer langwierigen Krankheit zu kämpfen, der er auch endlich erlag. Er ward beigesetzt in der Peterskirche zu Löwen.

    • Literatur

      Vgl. Mémoires couronnés et mémoires des savants étrangers publiés par l'académie royale des sciences, des lettres et des beaux-arts de Belgique. Bruxelles 1856. Tome XXVIII. p. 143 sqq.

  • Autor/in

    Brecher.
  • Zitierweise

    Brecher, Adolf, "Goclenius, Konrad" in: Allgemeine Deutsche Biographie 9 (1879), S. 308 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd101041322.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA