Lebensdaten
1751 – 1808
Geburtsort
Erlangen
Sterbeort
Schweinfurt
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 118690000 | OGND | VIAF: 64801730
Namensvarianten
  • Geiger, Conrad
  • Geiger, Konrad

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Zitierweise

Geiger, Conrad, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118690000.html [26.02.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Valentin (1724–84), Brauereibes. u. Ratsherr in E., S d. Matthias, Erb- u. Stockförster, dann Amtmannsknecht in Tennenlohe b. E., u. d. Anna Elis. Kieskalt;
    M Anna Marg. (1722–51), T d. Bierbrauereibes. Gg. Christoph Memminger in E. u. d. Margaretha Windisch;
    Schweinfurt 1780 Joh. Barbara (1757–1822), T d. Kauf- u. Handelsmanns Volckmar Frdr. Schöner (1720–71) in Sch. u. d. Anna Marg. Schmidt;
    1 S (jung †), 2 T Anna Margarethe (1783–1809), Porträtmalerin, gilt als d. Begabteste d. Fam. (s. W, L), Katharina (1789–1861, Wilh. Sattler, 1784–1859, Chemiker, Industrieller), Zeichnerin, Malerin (s. W, L);
    N Adolf Schöner (1774–1841), Bildnismaler, Lithograph, b. A. Graff weiter ausgebildet (s. ThB).

  • Biographie

    Schon als 17jähriger, als seine künstlerische Neigung auf den Widerstand des Vaters stieß, zog G. nach Würzburg und wurde Schüler bei dem Hofmaler Christoph Fesel (1737–1805), der seine Ausbildung noch bei Tiepolo und Anton Raphael Mengs erfahren hatte. Hier im Würzburg des ausgehenden 18. Jahrhunderts empfing G. seine entscheidenden künstlerischen Eindrücke. Eine kurze Lehrzeit bei dem Erlanger Zeichenmeister Johann Carl Georg Reuß blieb ohne nachhaltigen Einfluß. 1772 machte er sich als Porträtmaler selbständig und führte ein Wanderleben, das ihn in viele fränkische Städte, Klöster und Adelssitze führte. 1780 ließ er sich in Schweinfurt nieder und gründete eine eigene Werkstatt, in der er später unter anderem seine beiden hochbegabten Töchter und seinen Neffen F. G. A. Schöner ausbildete. – G. malte zumeist Porträts, jedoch auch Altargemälde, historische und allegorische Bilder im Geschmack seiner Zeit. Seine bedeutendsten Leistungen liegen auf dem Gebiet der Porträtmalerei. Hier gelangen ihm wirkliche Kunstwerke, die ihn durchaus an die Seite der berühmteren Porträtmaler seiner Zeit stellen. Der Maler, der zu seinen Lebzeiten einen geachteten Ruf in seiner engeren und weiteren Heimat besaß, geriet bald nach seinem Tode sehr zu Unrecht in Vergessenheit. Erst in letzter Zeit hat sich die Forschung wieder mit ihm befaßt.

  • Werke

    u. a. Porträts: Älterer Herr, 1785 (München, Bayer. Staatsgem.slgg.), C. F. Seyffert, 1788|(Würzburg, Leihgabe an d. Mainfränk. Mus.), Math. v. Montag, 1793 (Privatbes.), Mart. Wilh. Reuter, 1801 (Privatbes.), Fam. Geiger, 1806 (Privatbes);
    3 Darst. a. d. Gesch. d. Klosters Theres, 1787 (Obertheres, kath. Pfarrhaus);
    Der Tod d. Seneka, 1795 (Schweinfurt, Stadtmus.);
    Predigt Johs. d. Täufers in d. Wüste, 1807 (ebd., St. Johanniskirche) (alle in Öl). - Zu T Anna Marg.: Selbst-P (Würzburg, Mainfr. Mus.), Abb. in: Altfränk. Bilder, 1914;
    die meisten verschollen. - Zu T Katharina: Zeichenbuch d. Catharine Geigerin (Schweinfurt, Fam.bes.).

  • Literatur

    L. Bechstein, Kunstfleiß u. Gewerbefleiß, 1860;
    E. Sattler, in: Ll. a. Franken II, 1922 (auch f. Anna Marg. G.);
    F. Gademann, Das Zeichenbuch d. Katharina Geigerin u. d. Künstlerfam. G. in Schweinfurt, 1929 (P);
    B. Vogel, C. G., Ein Btr. z. Gesch. d. unterfränk. Malerei um 1800, 1954 (W-Verz., L, P);
    G. Schübel, Btrr. z. C. G. Forschung, in: Schweinfurter Heimatbll., Beil. z. Schweinfurter Tagbl. 24, 1955, Nr. 15 f., 25, 1956, Nr. 5-7, 13-15, 25-26, 29-32, 36-38 (Erg. z. W-Verz.);
    ThB (auch f. Ch Fesel).

  • Porträts

    Selbstbildnis im Fam.bild, 1806 (im Bes. v. Frau Dr. E. Sattler, Schweinfurt), Abb. bei: Vogel u. Gademann.

  • Autor/in

    Barbara Fuchs-Vogel
  • Zitierweise

    Fuchs-Vogel, Barbara, "Geiger, Conrad" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 146-147 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118690000.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA