Lebensdaten
1816 bis 1888
Geburtsort
Schleswig (Stadt)
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
preußischer Generalmajor
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 116479043 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Geerz, Franz Heinrich Julius
  • Geerz, Franz
  • Geerz, Franz Heinrich Julius
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Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Geerz, Franz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116479043.html [26.05.2020].

CC0

  • Leben

    Geerz: Franz Heinrich Julius G., königlich preußischer Generalmajor, wurde am 2. Juli 1816 zu Schleswig geboren und trat am 8. November 1842 als schleswig-holsteinscher Wegebauconducteur in den dänischen Staatsdienst. Als im März 1848 die Herzogthümer sich gegen die dänische Vergewaltigung erhoben, stellte G. sich auf ihre Seite. Am 8. April wurde er zum Oberquartiermeister der Armee ernannt, in den nun folgenden drei Kriegsjahren leistete er durch seine genaue Kenntniß des Landes den Heerführern vorzügliche Dienste. Nach und nach war er den Stäben von Wrangel, Halkett, Prittwitz, Bonin, Willisen und Horst zugetheilt. Zum Major aufgerückt wurde er, als die schleswig-holsteinsche Armee aufgelöst ward, in das holstein-lauenburgische Bundescontingent übernommen, nahm aber bald seine Entlassung, um in preußische Dienste zu gehen. In diesen wurde er am 27. September 1852 als Hauptmann angestellt und der Topographischen Abtheilung des Großen Generalstabes überwiesen, ein Wirkungskreis, in welchem er, seit 1873 Chef dieser, seit 1875 Chef der Kartographischen Abtheilung der Landesaufnahme, bis zu seinem am 13. Juni 1883 erfolgten Uebertritte in den Ruhestand ausschließlich thätig geblieben ist. Er war allmählich bis zum Oberst aufgestiegen, beim Scheiden aus dem Heere erhielt er den Charakter als General. Für unmittelbare kriegerische Zwecke wurden seine Dienste noch einmal im J. 1864 in Anspruch genommen. Nachdem er schon im Jahre zuvor zur Erkundung der dänischen Befestigungsanlagen entsendet gewesen war, wurde er am 19. December 1863 dem mit dem Oberbefehle betrauten General Freiherrn v. Wrangel beigegeben und hat dann bis zum Ende des Krieges dem Generalstabe des Obercommandos der Verbündeten angehört. Er starb am 15. März 1888 zu Berlin.

    • Literatur

      B. v. Kleist, Die Generale der Preußischen Armee. Hannover 1891.

  • Autor/in

    B. v. Poten.
  • Empfohlene Zitierweise

    Poten, Bernhard von, "Geerz, Franz" in: Allgemeine Deutsche Biographie 49 (1904), S. 263 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116479043.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA