Lebensdaten
1866 – 1939
Geburtsort
Winnenden (Württemberg)
Sterbeort
Elberfeld
Beruf/Funktion
lutherischer Theologe
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 116467150 | OGND | VIAF: 69682759
Namensvarianten
  • Gauger, Joseph
  • Gauger
  • Gauger, Josef

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Zitierweise

Gauger, Joseph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116467150.html [12.04.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Martin (1816–73), Leiter d. Paulinenpflege (Innere Mission) in W., Hrsg. e. Liederslg. f. pietist. Kreise, aus seit 1550 in d. Gegend des Hohenzollern nachweisbarer Fam. (Bauern u. Leinwandweber), d. sich früh d. Pietismus zuneigte;
    M Pauline Christiane (* 1828), T d. Schulmeisters Gottlieb Schmid u. d. Elis. Pauline Palmer;
    B Samuel (1859–1941), Dekan in Ludwigsburg;
    Schw Maria ( Jak. Ziegler, 1865–1946, Dir. d. Knabeninst. in Wilhelmsdorf);
    Elberfeld 1898 Emeline (* 1877), T d. Karl Emil Gesenberg, Bauunternehmer u. Ziegeleibes.;
    5 S, 3 T, u. a. Siegfried (* 1902), Pfarrer u. Schriftleiter, Martin (* 1905, ermordet 1941 KZ Buchenwald), Justitiar d. Vorläufigen Leitung d. Bekennenden Kirche, später d. Luth. Rates (s. L), Joachim (* 1907), Verlagsbuchhändler;
    N Hildegard (* 1890), Prof. d. Anglistik in Tübingen.

  • Biographie

    Der früh verwaiste G. war vom Elternhaus her dem schwäbischen Pietismus verwachsen. Nach der Ausbildung in einem Lehrerseminar besuchte er das Gymnasium und studierte in Tübingen Theologie. Nach kurzem Dienst als Vikar wurde G. 1898 Inspektor und 1907 Direktor der Evangelischen Gesellschaft für Deutschland in Elberfeld. Insbesondere durch seine journalistische Arbeit gewann er, der eine treffsichere Feder führte, bedeutenden Einfluß über die pietistischen Kreise hinaus. Während er in der Zeitschrift „Licht und Leben“ (1906-34) den Kampf gegen schwärmerische Neigungen des Neupietismus und gegen den kirchlichen Liberalismus, vor allem im „Fall Jatho“, führte, versuchte er in der Zeitschrift „Gotthard-Briefe“ nach dem 1. Weltkrieg für politische Verantwortung evangelischer Christen zu wirken, ohne daß er dabei einer bestimmten|Partei-Politik folgte. Sein Ziel waren evangelische Wählergemeinschaften, deren Glieder in den verschiedenen Parteien wirksam sein sollten. Sehr früh wandte G. sich gegen Hitler und wurde bereits 1934 aus der Reichsschrifttumskammer ausgeschlossen, setzte seine Arbeit jedoch in der Bekennenden Kirche fort; er starb kurz nach dem endgültigen Verbot von „Licht und Leben“.

  • Werke

    Direktor Ziegler, ein Erzieher v. Gottes Gnaden, 1909, ²1910;
    Vom Abendland ins Morgenland, 1927. - Hrsg.: Licht u. Kraft f. d. Tag, Andachtsbuch, 1905-38;
    Licht u. Leben, 1906-34;
    Ev. Psalter, 1914 u. ö. - Weitere schriftenmissionarische Bll.

  • Literatur

    Siegfr. u. Joachim Gauger, J. G., 1950 (P). - Zu S Martin;
    A. Leber, Das Gewissen steht auf, 1954.

  • Autor/in

    Karl Halaski
  • Zitierweise

    Halaski, Karl, "Gauger, Joseph" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 97-98 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116467150.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA