• Leben

    Gadenstedt: Barthold v. G., deutscher Dramatiker. Sohn des gräflich stolbergischen Hauptmanns zu Wernigerode, studirte 1584 zu Helmstädt, folgte seinen älteren Brüdern 1619 ins Lehen, 1633. Sein Schuldrama „Tobaeus“ (Magdeburg 1605) ist zwar nur eine ziemlich kunstlose Uebersetzung aus dem Terentius christianus von Schonäus mit wenigen Zusätzen (zum Theil nach Wickram), seine sonstigen Uebertragungen aus demselben Autor sind wahrscheinlich nie veröffentlicht; aber seine Freunde priesen ihn, daß er Ars und Mars vereinige, noch 1665 wird er als ein „Gelehrter vom Adel“ hervorgehoben und auch uns ist er merkwürdig als der einzige adeliche Dramatiker unter den Zeitgenossen des Herzogs Heinrich Julius von Braunschweig.

    • Literatur

      E. Jacobs, Zeitschrift des Harz-Vereins, Bd. I. S. 84—87; Scherer, Deutsche Studien III.

  • Autor/in

    Scherer.
  • Empfohlene Zitierweise

    Scherer, Wilhelm; Jacobs, Eduard, "Gadenstedt, Barthold von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 8 (1878), S. 301 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd12466055X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Gadenstedt: Barthold von G., deutscher Dramatiker (s. A. D. B. VIII, 301), geboren 1560 zu Wernigerode, daselbst am 29. September 1632. Er unternahm nach vollendeten akademischen Studien ausgedehnte Reisen nach Italien im Süden wie nach Dänemark im Norden. Eine sehr ausführliche Beschreibung der ersteren in Tagebuchform sowie der dänischen auf drei Seiten aus dem Jahre 1589 findet sich von seiner Hand auf der Herzogl. Landesbibliothek zu Wolfenbüttel (Extravag. 67, 6) erhalten. B. war Mitglied des colleg. musicum zu Wernigerode und betheiligte sich, als besonderer Bürgerfreund gerühmt, persönlich bei der Aufführung von Schauspielen auf offenem Markt zu Wernigerode.

    • Literatur

      Nach der handschriftl. Leichpred. von M. Joh. Fortman u. a. handschriftl. Quellen auf Fürstl. Archiv u. Bibl. zu Wernigerode.

  • Autor/in

    Ed. Jacobs.
  • Empfohlene Zitierweise

    CC-BY-NC-SA