Lebensdaten
1867 bis 1930
Geburtsort
Fürstenberg/Oder
Sterbeort
bei Großräschen (Unfall)
Beruf/Funktion
Bergmann
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 136349625 | OGND | VIAF: 80709262
Namensvarianten
  • Gabelmann, August Hugo
  • Gabelmann, Hugo
  • Gabelmann, August Hugo

Orte

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Zitierweise

Gabelmann, Hugo, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136349625.html [30.09.2020].

CC0

  • Genealogie

    V August (1829–92), Schwarz- u. Schönfärbermeister, S d. Schwarz- u. Schönfärbers Joh. Frdr. Aug. u. d. Joh. Maria Lange;
    M Carol. Ernestine Augusta (* 1833), T d. Bäckermeisters Chrstn. Schröter u. d. Charlotte Padel;
    1) Luise, T d. GR Holborn, 2) N.N.; kinderlos.

  • Leben

    Da die Eltern ein Studium nicht finanzieren konnten, kam G. zur Lehre in den Bergbau. Er fiel bald durch Fleiß, Intelligenz und Tüchtigkeit auf, so daß er ein Stipendium für ein Bergbaustudium erhielt. Er studierte erfolgreich in Clausthal-Zellerfeld und in Aachen. G. war dann in verschiedenen Stellungen in Steinkohlen- und Braunkohlenbergwerken tätig, unter anderem in Kraft I in Thräna bei Borna, Bezirk Leipzig, und im Hohenlohe-Konzern in Oberschlesien. Von dort wurde er als Generaldirektor zu den Niederlausitzer Kohlenwerken, Berlin, geholt, die eine große Zahl von Gruben in mitteldeutschen und ostelbischen Revieren betrieben. – G. hat einen großen Anteil an der Modernisierung und Mechanisierung des mitteldeutschen und ostelbischen Braunkohlenbergbaus gehabt. Er war ein ausgesprochener Verfechter des Großtagebaues, dessen wirtschaftliche Vorteile er klar erkannt hatte. Er förderte den Übergang von Klein- auf Groß-Bagger, sowohl im Abraum wie in der Kohle, und den Übergang von Absetzerkippen anstelle von Pflugkippen. Sein besonderes Interesse galt der technischen Vervollkommnung der Eimerbagger und Absetzer und der Vervollkommnung der Entwässerungsmethoden im Tagebau. In der Kohlenveredlung lag ihm vor allem die Verbesserung der Brikettqualität sowie die mit der Briketterzeugung kombinierte Stromerzeugung am Herzen. G. verunglückte im Alter von 63 Jahren bei Versuchen mit einem neuen Kippenpflug in Grube Viktoria I seiner Gesellschaft. Der deutsche Braunkohlenbergbau verdankt ihm zahlreiche Verbesserungen in der Braunkohlengewinnung sowie vor allem in der Rationalisierung durch Zusammenschluß von kleinen Braunkohlenwerken zu großen Einheiten.|

  • Auszeichnungen

    Dr.-Ing. E. h. (TH Berlin).

  • Literatur

    Sapper, Nd.lausitzer Kohlenwerke AG Berlin, 1939 (maschinenschriftl. Ex. in Bücherei d. Dt. Industrieinst. Köln);
    Wenzel.

  • Autor/in

    Otto Gold
  • Empfohlene Zitierweise

    Gold, Otto, "Gabelmann, Hugo" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 3 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136349625.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA