Lebensdaten
1841 - 1915
Geburtsort
Düren
Sterbeort
Bonn
Beruf/Funktion
Professor der Mathematik in Würzburg ; Mathematiker
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 119034727 | OGND | VIAF: 37717922
Namensvarianten
  • Prym, Friedrich Emil
  • Prym, Friedrich
  • Prym, Friedrich Emil
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Zitierweise

Prym, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119034727.html [18.09.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Richard (1814–94), Tuchfabr. in D., S d. Gustav (1783–1832) u. d. Emilie Lynen (1791–1844);
    M Ernestine (1816–78), T d. Karl Friedrich Schoeller (1784–1860) u. d. Wilhelmine Elisabeth Schoeller;
    Ur-Gvv Matthias Leonhard Lynen (⚭ Anna Catharina Prym);
    Ov William (1811–83), Kupfermeister in Stolberg (s. Fam.art.);
    B Eugen (1843–1913), Geh. Reg.rat, Dr. phil., seit 1890 Prof. d. morgenländ. Sprachen u. Lit. in B., Experte f. arab. u. aramäische Dialekte (s. BJ 18, Tl.);
    Schw Helena (1851–1917, Karl v. Mosengeil, 1840–1900, ao. Prof. d. Chirurgie in B., Geh. Med.rat, s. BJ V, S. 314 f.);
    Livorno 1867 Luisa Schmitz (1847–1907), aus Livorno;
    4 T, u. a. Wilhelmina Luisa (1868–1944, ⚭ Wilhelm August Schmitt, 1867–1943), Frieda (1870–1945, Rudolf Fick, 1866–1939, Prof. d. Anatomie in Berlin, s. NDB V), Helene Klara Jenny (1873–1950, Paul Karl Gustav Scherber, 1871–1937, Dr. iur.), Ernestine (Erna) (1883–1973, Otto v. Franqué, 1867–1937, Prof. d. Gynäkol. in Würzburg, Prag, Gießen u. B, s. NDB V);
    N Maria v. Mosengeil (1880–1965, Hermann Pauly, 1870–1950, Prof. d. organ. Chemie in Würzburg, s. NDB 20).

  • Leben

    Nach dem Abitur 1859 am Stiftsgymnasium in Düren studierte P. Mathematik in Berlin. Heidelberg und Göttingen. Besonders geprägt wurde er durch Bernhard Riemann (1826–66) in Göttingen, dessen Funktionentheorie er aufgriff. 1863 wurde er in Berlin mit der Dissertation „Theoria nova functionum ultraellipticarum“ promoviert und begann ein Volontariat bei einer Wiener Bank, beschäftigte sich aber weiter mit Fragen der Funktionentheorie. 1865 wurde P. als o. Prof. an das Polytechnikum in Zürich berufen, 1869 folgte er einem Ruf auf das neu gegründete 2. Ordinariat für Mathematik an die Univ. Würzburg (1909 emeritiert).

    In seinem mathematischen Seminar beteiligte er besonders begabte Studenten an seinen wissenschaftlichen Arbeiten, die sich im wesentlichen mit einer Klasse von Funktionen, die heute als „Prymsche Funktionen“ bezeichnet werden, befaßten. Seine Arbeit gipfelte in dem zusammen mit seinem Schüler Georg Rost (1870–1958) veröffentlichten Werk „Theorie der Prymschen Funktionen erster Ordnung im Anschluß an die Schöpfungen Riemanns“ (1911). P.s Leistungen|sind v. a. darin zu sehen, die Ideen Riemanns bekannt gemacht und in Würzburg ein modernes Mathematikstudium aufgebaut zu haben. P. hatte ein stattliches Vermögen geerbt, das er geschickt zu mehren wußte und mit hoher sozialer Verantwortung nutzte, u. a. in seiner „Friedrich Prym-Stiftung“ zur Förderung junger Gelehrter in den Fächern der reinen und angewandten Mathematik (1912, 1951 aufgelöst).|

  • Auszeichnungen

    Luisa Prym-Stiftung f. Genesung kranker Kinder (1912);
    korr. Mitgl. d. Bayer. Ak. d. Wiss. (1872);
    Mitgl. d. Ges. d. Wiss. Göttingen;
    Ehrenmitgl. d. Physikal.-med. Ges. Erlangen;
    Rr.kreuz I. Kl. d. Verdienstordens v. Hl. Michael (1872);
    Verdienstorden d. bayer. Krone;
    Geh. Hofrat (1904);
    Ehrenbürger d. Stadt Würzburg (1911);
    Goldene Ehrenmünze d. Univ. Würzburg (1913).

  • Werke

    Weitere W Ein neuer Bewies f. d. Riemannsche Thetaformel, in: Acta mathematica 3, 1883, S. 201-15;
    Ableitung e. allg. Thetaformel, ebd., S. 216-39.

  • Literatur

    A. Krazer, in: Jber. d. Dt. Mathematiker Vereinigung 25, 1917, S. 1-15 (W-Verz., P);
    ders., in: Jb. d. Bayer. Ak. d. Wiss. 1916, S. 140-48;
    R. Wald, Drei bedeutende Mathematiker, d. in Düren geboren wurden, in: Dürener Gesch.bll. 55/56, 1970, S. 1361-85 (P);
    F. Willems, P., Gesch. u. Geneal., 1968, S. 254-260 (P);
    H.-J. Vollrath, in: P. Baumgart (Hg.), Lb. bedeutender Würzburger Professoren, 1995, S. 158-77 (W, L, P);
    Pogg. III-VI. – Mitt. v. A. Prym-Bruck.

  • Autor/in

    Hans-Joachim Vollrath
  • Empfohlene Zitierweise

    Vollrath, Hans-Joachim, "Prym, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 20 (2001), S. 750-751 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119034727.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA