Lebensdaten
1796 bis 1874
Geburtsort
Freiburg (Breisgau)
Sterbeort
Freiburg (Breisgau)
Beruf/Funktion
Ingenieur ; Baurat ; katholischer Publizist
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135839025 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Frank, Balderich (Pseudonym)
  • Bader, Karl
  • Frank, Balderich (Pseudonym)
  • mehr

Orte

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Zitierweise

Bader, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135839025.html [24.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joseph Bader, Stadtphysikus in Freiburg (Breisgau);
    M Elisabeth Vetter;
    1841 Auguste, T des Kriegsrates Fränzinger; 2 T.

  • Leben

    B. widmete sich bereits während seines Medizinstudiums den neuen Sprachen, der Geschichte und Literatur sowie der Mathematik und den Naturwissenschaften. Schließlich|entschloß er sich, das Ingenieurfach als Beruf auszuüben, und bezog die Universität Göttingen, danach die Ingenieurschule Paris. Darauf reiste er durch Frankreich, Belgien und Holland und bestand 1830 die Staatsprüfung als Ingenieur. Schon während seines Ingenieur-Studiums an Kanalbauten beteiligt, wurde er 1832 zum Professor der Wasser- und Straßenbaukunde an der Polytechnischen Hochschule in Karlsruhe ernannt und 1836 Mitglied des Komitees für Eisenbahnen. Er fuhr zu Studienzwecken nach Belgien und England und wurde 1840 für fünf Jahre zum Direktor der Polytechnischen Hochschule gewählt. Als Lehrer des Polytechnikums griff er in das politische Leben des Großherzogtums ein, schilderte in auswärtigen Zeitungen die politischen Verhältnisse seines Landes und wurde durch diese Aktivität seiner Lehrtätigkeit entfremdet. In den Jahren um 1848 stand er, obwohl ihm das von Schülern und Bürgern verdacht wurde, auf Seiten der Monarchie. Nach Beschwerdeschriften an das Unterrichtsministerium wurde er seiner amtlichen Tätigkeit enthoben; 1850 erfolgte seine Entlassung. Er verlegte seinen Wohnsitz nach Freiburg, lebte in Zurückgezogenheit und behandelte in der „Deutschen Viertel-Jahrsschrift“ Fragen der Technik. Die fruchtbarste publizistische Tätigkeit entfaltete er jedoch auf kirchenpolitischem Gebiet. Er schrieb Broschüren und Abhandlungen, vor allem im badischen Kirchenstreit in den „Historisch-politischen Blättern für das katholische Deutschland“, deren Mitarbeiter er bis zu seinem Tode blieb. Als die großdeutsche Frage Anfang der sechziger Jahre die Gemüter erregte, rief er zum Bekenntnis zur österreichischen Verfassung auf. Er verteidigte die katholische Kirche gegen die politischen Bestrebungen liberaler Staatsmänner, ließ sich aber nie von engen kirchenpolitischen Anschauungen leiten.

  • Werke

    u. a. Die kath. Kirche im Großhzgt. Baden, 1860; Die Pflicht der Katholiken Dtld.s in ihrer Stellung z. dt. Frage u. z. österr. Verfassung, 1862.

  • Literatur

    Bad. Biogrr. II, 1875, S. 549-51;
    K. B., ein Lebensbild, in: Hist.-polit. Bll. 75, S. 819-36, 928-47, 76, 1875, S. 81-95;
    F. v. Weech, Bad. Gesch., 1896;
    F. Dor, Edle Männer unserer Heimat, 1920 (P);
    LThK;
    Enc. Catt. II, 1949.

  • Autor/in

    Karl H. Salzmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Salzmann, Karl H., "Bader, Karl" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 512 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135839025.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA