Lebensdaten
1877 – 1949
Geburtsort
Magdeburg
Sterbeort
Bremen
Beruf/Funktion
Präsident des Centralausschusses für Innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche ; Evangelischer Theologe ; Pfarrer
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 12623373X | OGND | VIAF: 45288309
Namensvarianten
  • Frick, Friedrich Emil Heinrich Constatin
  • Frick, Constantin
  • Frick, Friedrich Emil Heinrich Constatin
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Zitierweise

Frick, Constantin, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd12623373X.html [29.09.2022].

CC0

  • Genealogie

    V Constantin (1841–98), Pastor a. d. Friedenskirche in Barmen, S d. Kaufm. u. Magistrats-Assessors Carl Frdr. Eduard in Zeitz;
    M Rosalie (1839-1926), T d. Joh. Jak. Ebert, Sup. an St. Nicolai in Potsdam;
    Ov Otto s. (2);
    Berlin 1904 Clara (* 1881), T d. Carl Schniewind (1850–1913), Hof- u. Domprediger in Berlin (s. BJ 18, Tl. 1913, L);
    2 S, 5 T.

  • Biographie

    F.s Leben war dem Dienst der Inneren Mission gewidmet. Nach dem Studium in Halle bei M. Kähler und in Greifswald bei H. Cremer und einem Ausbildungsjahr unter Dryander in Berlin erhielt er im Rheinland, wo er seine Jugend verbracht hatte, 1903 sein erstes Amt als Vereinsgeistlicher der Inneren Mission in Godesberg, 1905 in Bremen, wo er über 40 Jahre gewirkt hat, seit 1916 als Leiter der Evangelischen Diakonissenanstalt und als Pastor an der UL Frauen Kirche. Sein ungewöhnliches Geschick im Umgang mit Menschen, das nicht einfach auf organisatorisch-technischen Fähigkeiten beruhte, sondern tief in seinem Wesen begründet und eben darum so wirksam war, brachte ihm 1914 den Auftrag des Bremer Senats zur Organisation des Kriegshilfswerkes in Bremen. F. schuf hier das sogenannte „Bremer System“, das heißt ein paritätisches Zusammenarbeiten aller in der Wohlfahrt tätigen Kräfte, eine Anregung, die nach dem Kriege über ganz Deutschland weiterwirkte und wesentlich zur Entstehung der „Deutschen Liga der freien Wohlfahrtspflege“ (1925) beigetragen hat. In F. waren Klugheit, Kraft und Liebe auf eine ganz seltene Weise vereint. Er verstand, aus einem tiefen, pathoslosen Glauben heraus, die Kunst, in Verhandlungen auch bei ganz verhärteten Fronten, bei unüberbrückbar scheinenden Gegensätzen oft durch ein unscheinbares Wort eine Atmosphäre zu schaffen, „in der man weitersprechen konnte“. So war er der Mann, auf den sich alle Augen richteten, als 1933/34 die Gefahr einer „Gleichschaltung“ der Inneren Mission in unmittelbare Nähe rückte. Im Dezember 1934 wurde er zum Präsidenten des Centralausschusses der Inneren Mission gewählt. Unter unsäglichen Schwierigkeiten gelang es ihm – ohne sein Amt in Bremen aufzugeben – das größte evangelische Liebeswerk aus dem Kirchenkampf herauszuhalten und seine Selbständigkeit gegenüber dem totalitären Staat bis 1945 zu bewahren. Es war ihm vergönnt, noch zu erleben, wie nach dem Kriege das in seinen Grundlagen gerettete Werk mit Hilfe der Christen aus aller Welt wieder aufgebaut werden konnte.

  • Literatur

    G. Bessell, Pastor C. F., 1957.

  • Porträts

    Radierung (Altersbild) v. E. Noltenius (im Bes. d. Witwe).

  • Autor/in

    Georg Bessell
  • Zitierweise

    Bessell, Georg, "Frick, Constantin" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 430-431 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd12623373X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA