• Leben

    Freudenberg: Karl Gottlieb F., geb. den 15. Jan. 1777 zu Sipta in Schlesien, diente, nachdem er das Gymnasium in Hirschberg besucht hatte, als Freiwilliger in einem Jägercorps und machte als solcher den Krieg gegen Frankreich in den J. 1814 und 15 mit. Nach dem Willen des Vaters sollte F. Theologie studiren, doch siegte die Liebe zur Musik, weshalb er nach Schmiedeberg zum Cantor Klein ging, der ihn in der Theorie und im Orgelspiel unterrichtete. Nachdem er in Breslau Stunden bei Berner und Jos. Schnabel genommen hatte, ging er auf ein Jahr nach Berlin und setzte dort auf der neu errichteten Organistenschule seine Studien unter Zelter und Klein fort und nahm auch Kenntniß von dem Unterrichtssystem Logier's. 1823 nach Breslau zurückgekehrt, eröffnete er dort einen Lehrcursus nach dieser Methode, welche damals in Norddeutschland in Aufnahme kam. Nach einer Reise durch Italien ward F. 1829 zum Oberorganisten an der Kirche Maria Magdalena zu Breslau ernannt; dort starb er am 13. April 1869. Von seinen Compositionen wurden veröffentlicht: der 75. Psalm für Solo, Chor und Orchester, Lieder für eine und mehr Singstimmen, eine Trauermusik für Orgel, verschiedene Stücke für Pianoforte etc.

    • Literatur

      Viol, K., G. Freudenberg, Erinnerungen aus dem Leben eines alten Organisten. Breslau 1870.

  • Autor/in

    Fürstenau.
  • Empfohlene Zitierweise

    Fürstenau, Moritz, "Freudenberg, Karl Gottlieb" in: Allgemeine Deutsche Biographie 7 (1878), S. 354-355 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116773723.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA