Lebensdaten
1822 bis 1898
Geburtsort
Minden (Westfalen)
Sterbeort
Wassenberg Kreis Heinsberg bei Aachen
Beruf/Funktion
Begründer des Zeitungsmuseums in Aachen
Konfession
katholische Familie
Normdaten
GND: 120337509 | OGND | VIAF: 62376461
Namensvarianten
  • Forckenbeck, Oskar von
  • Forckenbeck, Oscar von

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Zitierweise

Forckenbeck, Oskar von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd120337509.html [20.09.2020].

CC0

  • Genealogie

    V August (1792–1871), preuß. Gen.konsul b. Sundzoll in Helsingör, Geh. Reg.Rat, S d. Frdr. Chrstn. (Adel 1804, 1742-1820), Dr. med., preuß. Geh. Hofrat, u. d. Josefine v. Kaas;
    M Therese (1803–83), T d. fürstl. Landrentmeisters Theodor Forckenbeck (1771–1841); 8 Geschw.;
    Vt Max s. (1);
    Leutesdorf/Rhein 1860 Maria (1838–1921), T d. Alex. Packenius, Gutsbes. u. Bgm. in W., u. d. Elisabeth v. Strauch; kinderlos.

  • Leben

    F. wurde fern von den Eltern erzogen und studierte 1842-45 in Heidelberg, Göttingen und Berlin Jura und Kameralia. In diese Jahre fallen bereits Auslandsreisen, unter anderem mit Jakob Grimm nach Skandinavien. Da er kein Assessorexamen ablegte, blieb ihm die erstrebte und der Familientradition entsprechende höhere Beamtenlaufbahn verschlossen. 1851-62 war F. Amtmann der Landgemeinde Rheine in Westfalen. Darauf übersiedelte er nach Wassenberg. Seitdem führte er mit seiner begüterten Gattin das unabhängige Leben eines Privatgelehrten und der Natur eng verbundenen Gutsherrn. Reisen brachten den sprachenkundigen, besonders geographisch interessierten Mann in alle Erdteile mit Ausnahme Australiens. Sie galten auch seinen Sammlungen, in den letzten Jahrzehnten seiner Zeitungssammlung. Als einer der ersten hat F. lange vor Begründung einer Zeitungswissenschaft den Wert der Zeitung als eines aufbewahrungswürdigen und zu erforschenden Kulturdokumentes erkannt, mit echt westfälischer Zähigkeit, unbeirrt durch Verständnislosigkeit der Zeitgenossen der Idee des von ihm 1885 in Aachen der Öffentlichkeit zugänglich gemachten „Zeitungsmuseums“ gelebt, einer umfangreichen exemplarischen, statistischen und – unter biographischen, historischen und kulturhistorischen Gesichtspunkten ausgewählt – zum Teil auch quellenkundlichen Sammlung. Seit 1889 gab F. mit F. Schlesinger unter dem Titel „Das Zeitungsmuseum“ die erste umfassende Fachzeitschrift für deutsches Zeitungswesen heraus. 1890 folgte die Eröffnung des ersten allgemein zugänglichen Zeitungslesesaals im Foyer des Stadttheaters in Aachen mit bald über 300 laufend bezogenen in- und ausländischen Zeitungen aller Richtungen.

  • Literatur

    H. B. Schiffers-Davringhausen, Die Ztg. als Dokument, O. v. F.s Lebenswerk, Das Aachener Ztg.mus., 1929 (P);
    J. Jankelowitz, O. v. F., Erinnerungen, in: Die Heimat, Beil. d. Heinsberger Volksztg. 9, 1929, S. 81-96 (P);
    O. v. F. u. s. Werk, Das Aachener Ztg.mus., Festgabe z. 50-J.feier d. Mus., hrsg. v. W. Hermanns, 1936 (P).

  • Quellen

    Qu.: Verwaltungsberr. d. Stadt Aachen; Briefe F.s an s. Frau a. d. J. 1863-98, desgl. an s. Schw Emma Drießen a. d. J. 1857-98, Auszug v. C. Sträter (Ms. im Ztg.mus. Aachen).

  • Autor/in

    Bernhard Poll
  • Empfohlene Zitierweise

    Poll, Bernhard, "Forckenbeck, Oskar von" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 298 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd120337509.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA