Lebensdaten
1862 bis 1942
Geburtsort
Nürnberg
Sterbeort
Erlangen
Beruf/Funktion
Zoologe
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 116602511 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Fleischmann, Albert
  • Fleischmann, A.

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Zitierweise

Fleischmann, Albert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116602511.html [18.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    Aus alter fränk. Fam.;
    V Wilh. (1824–1904), Kunstanstaltsbes. in N., S d. Chrstn. Wilh. (1780–1867), Gründer d. Kunstanstalt C. W. F. in N. (Nachbildung v. Kunstschätzen in Papiermaché), u. d. Helene Wilh. Bull;
    Groß-Ov Gottfried F. (1777–1850), Prof. d. Anatomie u. Physiol. in E. (s. ADB VII);
    Vt Wilh. (s. 2);
    München 1902 Franziska (* 1862, kath.), T d. Gutsbes. Joh. Kiefl;
    S Rudolf (* 1903), Prof. d. Physik in E.

  • Leben

    F. studierte ab 1880 in München, Heidelberg, Berlin, Straßburg, Würzburg und Erlangen Naturwissenschaften, speziell Zoologie und vergleichende Anatomie, promovierte 1885 in Erlangen mit der Dissertation „Die Bewegung des Fußes der Lamellibranchiaten“, war|ab 1886 Assistent am Erlanger Zoologischen Institut und habilitierte sich 1888 mit einer Arbeit über „Mittelblatt und Amnion der Katze“; 1896 wurde er zum außerordentlichen, 1898 zum ordentlichen Professor der Zoologie in Erlangen ernannt (Ruhestand 1933). – F. arbeitete zunächst mehr beschreibend und ging dann unter dem Einfluß seines Lehrers E. Selenka zu embryologischen Untersuchungen über. Sein Programm, die Ergebnisse vergleichend-anatomischer, histologischer und entwicklungsgeschichtlicher Studien zu kombinieren, um ein wirkliches Bild vom Werden eines Organismus und seiner Teile zu erhalten (Morphogenese), spiegelt sich schon in seinem „Lehrbuch der Zoologie nach morphogenetischen Gesichtspunkten“ (1896-97) wider und kommt weiterhin zum Ausdruck in planmäßigen Untersuchungen über den Bau und die Entstehung der Kopfregion, des Urogenitalsystems, des Magens, der Lungen sowie des Brustkorbs der Wirbeltiere, wobei er auch zahlreiche Schüler heranzog. – Weiteren Kreisen wurde F. bekannt durch seine scharfe Ablehnung des Darwinismus und der Abstammungslehre, die nach seiner (inzwischen längst überholten) Auffassung nicht in das Arbeitsprogramm der exakten Wissenschaft gehöre (Die Deszendenztheorie, 1901). – Auf F.s Betreiben wurde 1907 in Erlangen die bekannte staatliche Bienenzuchtanstalt gegründet, die heute als selbständiges Institut noch besteht.

  • Werke

    Weitere W u. a. Embryolog. Unterss., 3 T., 1889-93;
    Die Darwinsche Theorie, 1903;
    Einführung in d. Tierkde., 1928;
    Morpholog. Stud. (in Zusammenarb. mit zahlr. Schülern), in: Jb. f. Morphol., Zs. f. Anatomie, Zs. v. Morphol. u. Ökol. d. Tiere, 1902-32.

  • Literatur

    H.-J. Stammer, in: SB d. Physikal.-med. Sozietät z. Erlangen 75, 1952, S. XX-XXXV (W-Verz.);
    ders., in: Zool. Anz., Suppl. 19, 1956, S. 30 f.;
    Rhdb. (P).

  • Autor/in

    Georg Uschmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Uschmann, Georg, "Fleischmann, Albert" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 234 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116602511.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA