Lebensdaten
1685 bis 1753
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
Baumeister
Konfession
lutherische Familie
Normdaten
GND: 13596511X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Fehre, Johann Gottfried

Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Fehre, Johann Gottfried, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13596511X.html [29.03.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. (s. 2);
    Ov Chrstn. (s. 1).

  • Leben

    Wahrscheinlich erhielt F. durch den Vater seine Ausbildung und war an den väterlichen Bauten mittätig. Bei dem Verlust des Werkes ist eine Scheidung der Hände nicht möglich. Er wurde nicht vor 1714 Meister, 1715 Ratsmaurermeister, wohl als Nachfolger des Vaters. Vor dieser Zeit wird der Vater die Verantwortung für die Bauten getragen haben. Später war F. noch Innungsältester. – Seine Haupttätigkeit lag ebenfalls auf dem Gebiete der Bauausführung. Mit G. Bähr erscheint sein Name 1719-21 beim Bau der Kirche in Forchheim (Erzgebirge) zum ersten Male verbunden. Das Hauptwerk beider ist die Dresdner Frauenkirche, auch hier lag die Bauausführung in F.s Händen. Nach Bährs Tode vollendete er 1740-43 die steinerne Laterne. Noch ein 3. Kirchenbau sah beide Meister gemeinsam am Werk, die Dreikönigskirche in Dresden-Neustadt, die auf Befehl Augusts des Starken 1733-39 in die Achse der neuen Hauptstraße verlegt wurde. Bähr als Ratszimmermeister stand den „Mäurer- und Steinmetz-Arbeiten“ vom Handwerk aus ferner. Er lieferte die Planungen und die Holzarchitektur des Inneren, die Errichtung des Baues blieb wohl ganz F. überlassen. Für den bedeutendsten städtischen Profanbau Dresdens, das Rathaus in der Front des Altmarktes, wurde F. zur Planung herangezogen. Er führte 1741-45 den Bau dann nach einem Entwurfe J. Ch. Knöffels aus. Ebenso war er an der Planung des Neustädter Rathauses 1750 folgende entscheidend beteiligt. Unter Pöppelmanns Leitung erhielt er den Auftrag für den Erweiterungsbau der Elbbrücke zur Augustusbrücke 1727-31.

  • Literatur

    zur Gesamtfamilie: J. F. Felibien, Historie u. Leben d. berühmtesten europ. Baumeister, aus d. Franz. übers. u. ausgeführt v. P. J. Marperger, Hamburg 1711, S. 463 f., 542;
    Curiosa saxonica, Dresden 1753, S. 366;
    J. Ch. Hasche, Mgz. d. sächs. Gesch. I, ebd. 1784, S. 156-58, II, ebd. 1785, S. 657;
    G. O. Müller, Vergessene u. halbvergessene Dresdner Künstler, 1895;
    C. Gurlitt, Die Kunstdenkmäler Dresdens, 1900;
    R. Bruck, Die Sophienkirche in Dresden, 1912;
    A. Döring, Die neue Königstadt, 1920;
    W. Nagel, Die alte Augustusbrücke, 1924;
    N. Pevsner, Die Baugesch. d. Altstädter Rathauses zu Dresden, in: Dresdner Gesch.bll., 1928, S. 1 ff.;
    ders., Leipziger Barock, 1928;
    W. Möllering, George Bähr, e. prot. Kirchenbaumeister d. Barock, Diss. Leipzig 1933;
    F. Löffler, Das alte Dresden, 31958;
    ThB (überholt). – Eigene Archivstudien;
    Auskünfte v. Horst Fischer, Dresden.

  • Autor/in

    Fritz Löffler
  • Empfohlene Zitierweise

    Löffler, Fritz, "Fehre, Johann Gottfried" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 51 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13596511X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA