Lebensdaten
1822 – 1898
Beruf/Funktion
katholischer Theologe ; Theologe ; Privatdozent
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 102606439 | OGND | VIAF: 34848735
Namensvarianten
  • Fechtrup, Bernhard

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Fechtrup, Bernhard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd102606439.html [28.11.2022].

CC0

  • Biographie

    Fechtrup: Bernhard F., katholischer Theologe, geboren am 23. März 1844 zu Münster i. W., am 21. December 1898 zu Nervi in Italien. Er besuchte das Gymnasium in seiner Vaterstadt, studirte dann 1865—1869 Theologie daselbst, löste 1867 eine Preisaufgabe über die Geschichte der Bußdisciplin und wurde am 31. Juli 1869 zum Priester geweiht. Hierauf wurde er zunächst mit der zeitweiligen Verwaltung der Pfarre Blankenstein an der Ruhr beauftragt. Im Sommer 1870 hielt er sich in Würzburg, dann zwei weitere Semester in Bonn auf, um weitere kirchengeschichtliche und geschichtliche Studien zu machen. Hierauf wurde er Domvicar in Münster, was er bis Herbst 1876 blieb. Im April 1873 habilitirte er sich|auch als Privatdocent für Kirchengeschichte und Patrologie an der Akademie, nachdem er am 13. März 1872 Lic. theol. geworden war. Am 14. April 1884 wurde er außerordentlicher Professor daselbst, am 1. September 1886 von der theologischen Facultät zum Ehrendoctor ernannt. Zum 1. October 1886 wurde er als außerordentlicher Professor an die katholisch-theologische Facultät in Bonn berufen, mit dem Lehrauftrag für Encyklopädie, Patristik, Symbolik und Liturgik. In den spätern Jahren in seiner Thätigkeit durch ein langwieriges Lungenleiden vielfach beeinträchtigt, starb er auf italienischem Boden, wo er Erholung gesucht hatte. — Seine Hauptschrift ist: „Der heilige Cyprian. Sein Leben und seine Lehre. I. Cyprian's Leben“ (Münster 1878; ein 2. Theil ist nicht erschienen). Die 2. Auflage des Kirchenlexikons von Wetzer und Welte enthält von seiner Hand eine Anzahl von Artikeln zur Kirchen- und Dogmengeschichte, Patrologie und Gelehrtengeschichte, worunter der mit seinen Cyprianstudien zusammenhängende umfangreiche Artikel „Ketzertaufstreit“ (Bd. VII, Sp. 406—419) besonders genannt sei. In der Tübinger Theologischen Quartalschrift 1872 (S. 430 ff.) handelte er über die „Grundsätze der Kirche in den ersten drei Jahrhunderten bei Zulassung zur Buße.“

    • Literatur

      Chronik der Universität zu Bonn, 24. Jahrg. (N. F. 13. Jahrg.), 1898/9, S. 4—6. — E. Raßmann, Nachrichten von dem Leben und den Schriften Münsterländischer Schriftsteller, Neue Folge (Münster 1881), S. 64 f.

  • Autor/in

    Lauchert.
  • Zitierweise

    Weech, Friedrich von, "Fechtrup, Bernhard" in: Allgemeine Deutsche Biographie 48 (1904), S. 505-506 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102606439.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA