Lebensdaten
1807 bis 1871
Geburtsort
Hamburg
Sterbeort
Hamburg
Beruf/Funktion
Maler ; Graphiker ; Inhaber einer Steindruckanstalt in Hamburg
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 119041626 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Speckter, Otto
  • Speckther, Otto

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel
Personen in der GND - familiäre Beziehungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Speckter, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119041626.html [17.11.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Johann Michael (s. 1);
    M Catharina Schott;
    B Erwin (s. 2);
    Hamburg 1847 Marie Auguste (1824–99), T d. Otto Julius Bergeest (1778–1844), Kaufm. in St. Thomas in Dän.-Westindien, dann in H., u. d. Dorothea Elisabeth Wierum (1790–1869);
    4 S Hans (s. 4), Otto (1851-n. 1919), bad. Staatsing. in Karlsruhe, Erwin (1853-n. 1919), Kaufm. in Veracruz (Mexico), Gerhard (1861-n. 1919), Kaffeepflanzer in Chiapas (Mexico), 3 T u. a. Anna Maria (1850–1927, Arthur Duncker, 1845–1928, Dir. d. Nord-Dt. Vers.-Ges., s. NDB IV).

  • Leben

    S. bildete sich nach erstem Unterricht bei Gerdt Hardorff d. Ä. im Zeichnen und bei Heinrich Herterich im Steindruck gemeinsam mit seinem Bruder Erwin und Carl Julius Milde bei Studienreisen nach Schleswig und Lübeck. 1826 zeichnete er in Lübeck Overbecks „Einzug Christi in Jerusalem“ für eine 1833 als Lithographie erschienene Reproduktion. In sechs Lithographien machte er Memlings Lübecker Altar bekannt. Seit 1825 arbeitete er v. a. für die väterliche Steindruckerei, deren Teilhaber er 1834 wurde. Er schuf Hamburgensien, so Darstellungen des Stadtbrandes von 1842, und nahezu 1000 Porträts, zumeist Hamburger Honoratioren.

    1833 gehörte S. mit den Brüdern Gensler, Adolf Vollmer (1806–75) und Gottfried Semper (1803–79) zu den Gründern des Hamburger Künstler-Vereins. Seine große Begabung als Illustrator bescherte ihm zuerst 1833 mit den „Fünfzig Fabeln für Kinder“ des Pastors Wilhelm Hey einen nachhaltigen Erfolg; sie führte aber auch zur Bekanntschaft mit bedeutenden Dichtern, so mit Adelbert von Chamisso, Hans Christian Andersen, Klaus Groth, Theodor Storm und Fritz Reuter, für deren Werke er Radierungen oder Lithographien schuf. Ferner veröffentlichte er Illustrationen u. a. zum „Gestiefelten Kater“ (1843) und zu Luthers Katechismus sowie Gelegenheitsgraphik.

    1847 wandte sich S. der Malerei zu und nahm Unterricht bei dem Tiermaler William Bottomley. 1852 verkaufte er seine Steindruckerei und widmete sich seitdem ganz der Kunst. Seine idyllischen Gemälde behandeln die Natur Hamburgs und sind mit bäuerlicher Staffage und Tieren belebt. Wie bei seinem Bruder Erwin wirkte Runges poetische Kunst auch bei ihm nach.

  • Werke

    W Ölgem.: Gänseweide, 1854;
    Gut Neverstaven b. Oldesloe, 1859;
    Kirchgang in Alt-Rahlstedt, 1861 (alle Hamburger Kunsthalle);
    Der Künstler in seinem Atelier (Privatbes.).

  • Literatur

    W. Stubbe, Idee u. Wirklichkeit, Die künstler. Konzepte v. Erwin u. O. S., in: Jb. d. Hamburger Kunstslgg. 141/15, 1970, S. 149–210;
    H. R. Leppien, Zwischen Poesie u. Wirklichkeit, Erwin u. O. S., Ausst.kat. Hamburg 1977;
    W. Hettche (Hg.), Briefwechsel Theodor Storm – O. S.;
    Theodor Storm – Hans S., 1991;
    V. Braunfels, Otto S. (1807–1871), Illustrator u. Lithograph in Hamburg, 1995;
    Mit klarem Blick, Hamburger Malerei im Biedermeier, Ausst.kat. Hamburg 1996;
    ThB;
    Dict. of Art;
    Hamburg. Biogr. II (P); s. a. L zu 4).

  • Portraits

    2 Zeichnungen v. Erwin Speckter mit Selbstbildnis u. Julius Oldach, 1824 u. 1825 (beide Hamburger Kunsthalle);
    Ölgem. v. Günther Gensler mit Selbstbildnis, Adolph Vollmer, Martin Gensler u. Rudolf Hardorff (Mus. f. Hamburg. Gesch., Hamburg);
    Foto v. C. F. Steltzner, um 1860 (StA Hamburg), Abb. in: Hamburg. Biogr. II.

  • Empfohlene Zitierweise

    Börsch-Supan, Helmut, "Speckter, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 24 (2010), S. 640-641 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119041626.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA