Lebensdaten
1823 bis 1891
Geburtsort
Sulzbach/Saar
Sterbeort
Kaiserslautern
Beruf/Funktion
Ingenieur
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 135923921 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Euler, Carl Friedrich
  • Euler, Friedrich
  • Euler, Carl Friedrich

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Zitierweise

Euler, Friedrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135923921.html [17.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Adolf (1799–1872), Sup. zu Baumholder, dann Weierbach, S des Pfarrers Karl;
    M Sophie El. (1802-58), T des Frdr. Wilh. Spener, Sup. u. Hofprediger in Sulzbach (Großneffe des Pietisten Phil. Jakob Sp., 1705);
    B Carl s. (3);
    Trier 1852 Auguste (1820–1915), T des Regierungsmedizinalrats Stockhausen;
    2 T.

  • Leben

    E. wurde nach Erhalt eines Staatsstipendiums 1845 Zögling des Gewerbeinstituts in Berlin. 1851 trat er in das Freiherrliche Gienanthsche Hüttenwerk Hochstein (Rheinpfalz) ein, wo er bald als Hüttenmeister fest angestellt wurde. 1854-62 leitete er das Gienanthsche Eisenwerk zu Trippstadt und seit 1864 die als AG neu gegründete Eisengießerei „Eisenwerk Kaiserslautern“. Schon im September 1865 konnte der erste Guß erfolgen. In den ersten Jahren hatte das Unternehmen mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Trotzdem entschloß sich E., 1868 die Herstellung der Meidinger Öfen aufzunehmen und damit die Ofenfabrikation als besonderen Betriebszweig einzuführen. 1872 kam auch der Brückenbau hinzu. Mit der Ausdehnung des Unternehmens gelang es auch, günstigere wirtschaftliche Ergebnisse zu erzielen, und die 1874 begonnene Ausführung von Zentralheizungen entwickelte sich zu einem hervorragenden Betriebszweig. 1889 wurde eine Majolika-Fabrik gebaut, der auch bald ein Emaillierwerk folgte. In seinen Betriebszweigen, Gießerei, Brückenbau und Heizungen, nahm die Firma eine hervorragende Stellung in der deutschen Industrie ein. – Neben seiner beruflichen Tätigkeit hatte sich E. schon in seiner Studienzeit und dann auch als junger Ingenieur tatkräftig an der Gründung zweier Vereinigungen beteiligt, der „Hütte“ und des „Vereines Deutscher Ingenieure“. Mit jugendlicher Begeisterung hatte er sich an die Spitze seiner Studiengenossen am Gewerbeinstitut in Berlin gestellt, als diese 1846 einen „Verein der Zöglinge des Königlichen Gewerbeinstitutes“ gründeten, der ein Jahr später den Namen „Hütte“ erhielt und sich der Pflege der technischen Wissenschaften und der freundschaftlichen Geselligkeit widmete. Als im Mai 1856 ehemalige Mitglieder der „Hütte“ den „Verein Deutscher Ingenieure“ (VDI) in Alexisbad im Harz gründeten, wurde E. für das erste Jahr und noch öfters zum Vorsitzenden gewählt.

  • Literatur

    VDI-Zs. 35, 1891, S. 485 f., 620-22;
    Carl Euler, KR F. C. E., 1893, = Adressenverz. nebst Jber. d. Hütte, 47. Beil.

  • Autor/in

    Friedrich Haßler
  • Empfohlene Zitierweise

    Haßler, Friedrich, "Euler, Friedrich" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 687 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135923921.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA