Lebensdaten
1834 bis 1922
Geburtsort
Meppen (Emsland)
Sterbeort
Kopenhagen
Beruf/Funktion
katholischer Bischof in Dänemark
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135915821 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Euch, Johannes Theodor Joseph von
  • Euch, Johannes von
  • Euch, Johannes Theodor Joseph von

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Euch, Johannes von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135915821.html [10.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Theodor Peter (1806–58) aus Tunxtorf b. Aschendorf/Ems, Branntweinbrenner;
    M Antonette (1807–81), T des Maurers Aloys Drexler in Meppen.

  • Leben

    E. studierte in Münster und Mainz Theologie. Da er noch nicht das kanonische Alter für die Priesterweihe hatte, übernahm er 1855-59 eine Stelle als Hauslehrer beim Grafen Joseph von Stolberg-Stolberg in Westheim bei Paderborn. Nach seiner Priesterweihe (1860) wirkte er zuerst als Vikar an der Sankt Ansgarkirche in Kopenhagen und wurde im Kriegsjahr 1864 zum Pfarrer von Fredericia ernannt. Jahrelang der einzige katholische Priester in Jütland und Fünen, gründete er 1869 die Missionsstationen in Odense und Randers. Ende 1883 wurde E. zum Domkapitular in Osnabrück ernannt, aber schon am 17.2.1884 nach dem Tod von Hermann Grüder zum Apostolischen Präfekten von Dänemark berufen. 1892 wurde Dänemark zum Apostolischen Vikariat erhoben und E. zum ersten Apostolischen Vikar und zum Titularbischof von Anastasiopolis ernannt (Bischofsweihe am 8.9.1892 in Osnabrück). Schon äußerlich von imponierender Gestalt, ein glänzender Redner und kluger Organisator, wurde E. in seiner 38jährigen Wirksamkeit der Neubegründer der katholischen Kirche in Dänemark. Unermüdlich war er bemüht, neue Seelsorgsstellen zu gründen, Männerorden (Redemptoristen, Prämonstratenser, Franziskaner und so weiter) und Schwesterngenossenschaften ins Land zu rufen, das Schulwesen großzügig auszubauen (Andreaskolleg der Jesuiten in|Ordrup) und für eine katholische Literatur in dänischer Sprache zu sorgen. Unter ihm wuchs die Zahl der Katholiken in Dänemark von 3000 auf über 22 000, die Zahl der Pfarreien von 8 auf 24. – Kommandeur des Danebrogordens (1914), Päpstlicher Thronassistent (1917).

  • Literatur

    J. B. Metzler, Biskop J. v. E., Kopenhagen 1910;
    ders., Bischof J. v. E., in: Der Katholik 90, 1910, S. 1-32, 86-112, 273-300;
    P. Werhahn, Ein Jubiläum in Dänemark, in: Kath. Missionen 1917/18, S. 4-8;
    Nordisk Ugeblad for katholske Kristne, Aarhus 1922, S. 193-214.

  • Autor/in

    Helmut Holzapfel
  • Empfohlene Zitierweise

    Holzapfel, Helmut, "Euch, Johannes von" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 669 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135915821.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA