Lebensdaten
1873 bis 1944
Geburtsort
Homburg vor der Höhe
Sterbeort
Bensberg bei Köln
Beruf/Funktion
evangelischer Theologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 135910773 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Erfurth, Paul

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Erfurth, Paul, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135910773.html [15.12.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Paul, Schulrektor u. Kreisschulinspektor;
    Potsdam Marg. Sofie Elis. Weiland.

  • Leben

    E. studierte Theologie in Berlin bei Harnack, war 1900-07 Pfarrer in Aschersleben und wurde dann Nachfolger Heinersdorffs in der|Leitung des Elberfeld-Barmer Zufluchthauses, Gründer und Leiter des Bergischen Diakonissen-Mutterhauses mit seinen Anstalten in Aprath, Wuppertal-Elberfeld, Bensberg und Kürten. Er erschloß jungen Mädchen, die nicht Diakonissen werden wollten, den Weg zu evangelisch bestimmter Arbeit, indem er 1910 seine evangelische soziale Frauenschule gründete. Daneben war E. mit ganzer Hingabe seit 1922 Dozent in Bonn und hat seine in der Praxis bewährten Erkenntnisse in Vorlesungen und Übungen dargelegt und begründet. – Als E. durch Überarbeitung und durch die Ausdehnung seiner weitverzweigten Gesamtarbeit genötigt war, 1931 auf die akademische Lehrtätigkeit und 1935 auf die Leitung der Anstalten zu verzichten, widmete er sich als Theologe und Schriftsteller seinem literarischen Lebenswerk „Soziologie und Kirche“, in der er seine Anschauung über eine dienende Volkskirche darlegt, die „im weiten Umfang Arbeiterkirche“ sein muß, nicht eine „Theologenkirche“, aber eine „reformatorische Gemeindekirche von unten“. Als heilsgeschichtlicher Theologe war E. seit 1935 Mitarbeiter der „Theologischen Jahrbücher“.

  • Werke

    Staat u. Innere Mission in d. Fürsorgeerziehung, 1912; Btrr. z. Gesch. d. weibl. nachgehenden Fürsorge im Wuppertal 1844-1919, 1920;
    Gemeinde u. Wohlfahrtspflege, 1922;
    Die ev. orientierte Wohlfahrtspflege, in: Die Innere Mission, Okt./Nov. 1929;
    Ecclesia ancilla: Kirche, Innere Mission, in: Credo Ecclesiam 1930, S. 117-52;
    Ehe u. Erbe, Der Stand d. Vererbungsproblems f. Mediziner u. Theologen als Volkserzieher, in: Theol. Jbb. IV, 1936, S. 19-24;
    A. v. Harnack, Ein doppeltes Erinnerungsbl., ebd. VII, 1939, S. 18-28;
    Aus meinen Lebenserinnerungen, in: Kaiserswerther Armen- u. Krankenfreund, 1938, H. 10/12, S. 196-249;
    Soziol. u. Kirche, Ein Btr. z. Bildung d. neuen ev. Kirche Dtlds., = Theol. Arbb. z. Bibel-, Kirchen- u. Geistesgesch. VII, 1937, dazu: E. Barnikol, Verantwortung, Erbe u. Aufgabe d. Dt. Ev. Kirche, = Evangelium u. Deutschtum III, 1938; Lebenserinnerungen, in: Unser Sonntag, Sonntagsbote f. d. ev. Kirchenkreis Aschersleben, 1939, Nr. 28-37.

  • Autor/in

    Ernst Barnikol
  • Empfohlene Zitierweise

    Barnikol, Ernst, "Erfurth, Paul" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 576 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135910773.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA