Lebensdaten
erwähnt 1565, gestorben 1587
Geburtsort
Neustadt an der Orla
Beruf/Funktion
Humanist
Konfession
katholisch?
Normdaten
GND: 116503610 | OGND | VIAF: 191138389
Namensvarianten
  • Stenechton
  • Engerd, Johann
  • Stenechton
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Aus dem Register von NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Engerd, Johann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116503610.html [24.02.2024].

CC0

  • Biographie

    Engerd: Johannes E., auch Stenechthon genannt, aus Neustadt in Thüringen gebürtig, nach 1587. Hielt sich um das J. 1565 zu Passau auf, wo er durch den Bischof Urban von Treubach vermocht wurde, zur katholischen Kirche überzutreten. Im J. 1570 ließ er sich an der Hochschule Ingolstadt immatriculiren. Als Valentin Rotmar 1572 zeitweilig von hier nach Augsburg ging, erhielt er die Professur der Poesie an genannter Universität; gleichzeitig wurde er feierlich zum Dichter gekrönt. 1581 lieferte er die Fortsetzung der von Rotmar begonnenen „Annales Ingolstadienses“, welche Arbeit ihm letzterer auf dem Todbette übertragen hatte. Auch gab er dessen nachgelassenes Epos: „Carolidum libri III“, eine Schilderung der Thaten Karls V. mit einem beigefügten Prologe „De initiis inclytae Austriadum gentis“, 1582, zu Ingolstadt heraus. E. war der ersten einer, welche eine Theorie der deutschen Verskunst aufstellten. Unter seinen Abhandlungen findet sich aufgeführt: „Prosodia germanica de condendis rhythmis germanicis“, Ingolst. 1583. Außer den genannten Werken verfaßte er eine Menge von Gelegenheitsgedichten, genealogischen und polemischen Schriften, deren Verzeichniß in Kobolt's Gelehrtenlexikon und dessen Nachträgen zu ersehen ist. Die Vorstände der Universität waren übrigens mit seiner Aufführung wenig zufrieden; man empfahl ihm, dafür zu sorgen, daß|er nicht wie ein Barbier oder Harfenist aussehe. Schließlich wurde er 1587 mit einem Viaticum entlassen. Was weiter aus ihm geworden, ist nicht bekannt.

    • Literatur

      Mederer, Annales Ingolst. acad. I. 178. 319. II. 4. 57. Prantl, Gesch. der Ludwig-Maximilians-Univ. I. 334—35. Gg.

  • Autor/in

    Westermayer.
  • Zitierweise

    Westermayer, Georg, "Engerd, Johann" in: Allgemeine Deutsche Biographie 6 (1877), S. 144-145 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116503610.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA