Lebensdaten
1596 bis 1625
Geburtsort
Kassel
Sterbeort
Güstrow
Beruf/Funktion
Landgräfin von Hessen-Kassel
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 119142120 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Elisabeth von Hessen-Kassel
  • Elisabeth
  • Elisabeth von Hessen-Kassel
  • mehr

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Elisabeth, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119142120.html [13.12.2019].

CC0

  • Leben

    Elisabeth, Landgräfin von Hessen-Kassel, Tochter des Landgrafen Moritz (d. Gelehrten) und dessen erster Gemahlin Agnes, geb. Gräfin von Solms-Laubach, geb. den 24. März (a. St.) 1596 zu Kassel, vermählt (als zweite Gemahlin) den 25. März (a. St.) 1618 mit Johann Albrecht II., Herzog von Mecklenburg-Güstrow, Coadjutor des Stifts Ratzeburg, (kinderlos) zu Güstrow den 16. Decbr. (a. St.) 1625, italienische und deutsche Dichterin. Sie erhielt ihren Vornamen von der Königin Elisabeth von England, welche sie durch den Grafen Lincoln aus der Taufe heben ließ. Ueber diese, mit dem größten, die Mittel eines Landgrafen von Hessen übersteigenden Luxus gefeierte Taufe ist ein besonderes Prachtwerk des hessischen Historiographen und Kupferstechers W. Dilich (s. den Artikel über diesen), Kassel 1598, erschienen. Sie erhielt durch die Fürsorge ihres Vaters, welcher selbst zu den gelehrtesten Leuten seiner Zeit gehörte, theils durch besondere Lehrer, theils als Schülerin des von jenem gestifteten Collegium Mauritianum eine sorgfältige und umfassende wissenschaftliche Erziehung. So lernte sie lateinisch, spanisch, italienisch, französisch, Geometrie, Dialektik; in der Musik brachte sie es zu eignen (nicht mehr erhaltenen) Compositionen. Ihre Fertigkeit im Italienischen hat sie durch eine große Anzahl von Gedichten bewiesen, welche an Werth über den gewöhnlichen Schul- und Uebungspoesien stehen. So bewahrt die Kasseler Landesbibliothek eine Abschrift von 200 Madrigalen (Mspt. poet. in 4°. No. 13) unter dem Titel: „II primo (e il secondo) libro di madrigali nuovamente composti dalle serenissima Principissa e Signora Elisabeta Landgravia d'Hassia etc."; in demselben Bande sind auch 16 Canzonetten von ihr unter dem Titel: „Canzonette, nuovamente composte etc.“. Gedruckt sind von diesen Gedichten nur 9 in Rommel's Hess. Geschichte VI. S. 379—381 und 7 in einem Festprogramm des Collegium illustre Carolinum zu Kassel, 1767, worin G. Casparson „von den italienischen Poesien der Hess. Prinzessin E.“ handelt. — Von deutschen Gedichten, deren sie nach dem Zeugnisse von Zeitgenossen verschiedene verfaßt haben muß, sind nur erhalten eine gleichfalls auf der Kasseler Landesbibliothek (Mspt. theatr. in 4°. No. 1) in Abschrift befindliche Uebersetzung der „Ninfa fida“ des Fr. Cantarini. Vier Verszeilen von ihr stehen stehen S. 27 des Monumentum sepulturale Mauritii Landgr., Kassel 1649. Ferner sind gedruckt: „Gottselige Gedanken üb. versch. trostreiche Sprüche göttl. heilig. Schrift in Reimen gesetzt, aus Ihr. Fürstl. Durchl. Schriften zusammengetragen“, Kassel 1763, und ein „Morgengebett, alle tage zu sprechen“, im Monumentum Mauritianum p. 286. 287.

    • Literatur

      Marburger Staatsarchiv; Leichenpredigten im Monumentum sep. Mauritianum p. 260—314. Strieder, Grundlage zur hessischen Gel.-Gesch. III. 321—26. Rommel in Ersch und Gruber. Rommel, Hessische Gesch. VI. S. 349—54, woselbst in den Anmerkungen auch noch versch. Litteraturnachweise.

  • Autor/in

    Könnecke.
  • Empfohlene Zitierweise

    Könnecke, "Elisabeth" in: Allgemeine Deutsche Biographie 6 (1877), S. 18 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119142120.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA