Lebensdaten
1771 bis 1854
Geburtsort
Leopoldschlag (Oberösterreich)
Sterbeort
Sankt Florian
Beruf/Funktion
Propst von St. Florian
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 102455295 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Arneth, Michael von

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Aus dem Register von NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Arneth, Michael von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd102455295.html [22.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    B Joseph Calasanza von Arneth (s. 2).

  • Leben

    A. studierte in Wien Philosophie und Theologie, trat 1794 in das Chorherrenstift St. Florian ein, wurde 30 jährig ordentlicher Professor des Bibelstudiums am kaiserlich-königlichen Lyzeum in Linz und lehnte kurz darauf eine Berufung an die Wiener Universität ab. 1815 Direktor des Linzer Staatsgymnasiums, wurde er 1823 zum Propst des Stiftes gewählt, gleich darauf von Kaiser Franz zum Generaldirektor der oberösterreichischen Gymnasien ernannt. 1834-41 wirkte er auch als landständischer Verordneter. Nach gediegener wirtschaftlicher Fundierung des Stiftes restaurierte er Kirche und Kloster, erweiterte Bibliothek und Sammlungen und hob das geistige Niveau der Stiftsgemeinschaft, u. a. durch Wiedererrichtung der theologischen Lehranstalt im Stift. Er nahm den 13jährigen Anton Brückner trotz des nahen Stimmbruches als Sängerknaben auf und eröffnete ihm die geistige Welt des Barock, die für dessen Weiterentwicklung entscheidend wurde. A. trat als einer der ersten erfolgreich für die Überwindung des formalistischen Lehrzieles der alten Jesuiten-Gymnasien ein und für deren Ausbau zu humanistischen Bildungsanstalten.

  • Werke

    u. a. Akad. Rede üb. d. Verbindung d. Philos. mit d. Theol., 1803;
    Üb. d. Bekanntschaft Marzions mit unserem Canon d. neuen Bundes, 1809;

    Die Unterschiede zw. bloß rationeller u. kath. Schriftauslegung, 1816;
    2 Abhh.: die eine üb. Gymnasialstudien in Österr.; die andre: üb. wahre menschl. Schriftauslegung als Bemerkung üb. d. Mängel d. österr. Gymnasialeinrichtungen u. Vorschläge z. Verbesserung derselben mit einer Rechtfertigungsbeilage f. d. fortlaufende Studium d. Classiker als Hauptaufgabe d. Gymnasiums.

  • Literatur

    E. Mühlbacher, Die literar. Leistungen d. Stiftes St. Florian, 1905;
    B. O. Cernik, Die Schriftsteller d. Augustiner Chorherrenstifte Österr. s, 1905;
    J. Hollnsteiner, Das Chorherrenstift St. Florian, 1928.

  • Portraits

    Medaille v. K. Radnitzky.

  • Autor/in

    Johannes Hollnsteiner CanAug
  • Empfohlene Zitierweise

    Hollnsteiner CanAug, Johannes, "Arneth, Michael von" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 365 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102455295.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA