Egli, Johann Heinrich

Lebensdaten
1742 – 1810
Geburtsort
Seegräben bei Wetzikon (Kanton Zürich)
Sterbeort
Zürich
Beruf/Funktion
Schweizer Liederkomponist ; Musiker ; Komponist
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 13436547X | OGND | VIAF: 79252326
Namensvarianten

  • Egli, Heinrich
  • Egli, Johann Heinrich
  • Egli, Heinrich
  • Egli, Joh. Heinrich
  • Egli, Johann

Vernetzte Angebote

Verknüpfungen

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Egli, Johann Heinrich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13436547X.html [24.01.2026].

CC0

  • Egli, Johann Heinrich

    Schweizer Liederkomponist, * 4.3.1742 Seegräben bei Wetzikon (Kanton Zürich), 19.12.1810 Zürich. (reformiert)

  • Genealogie

    V Hans Jakob, Baumwollfabrikant;
    M Elisabeth Messikomer; ledig.

  • Biographie

    E.s Talent wurde von Johannes Schmidlin, Pfarrer und Vokalkomponist in Wetzikon, entdeckt, der ihn in Gesang, Klavierspiel und Komposition unterrichtete. 1760 siedelte E. nach Zürich über, wo er an Hand der theoretischen Werke J. Ph. Kirnbergers, F. W. Marpurgs und Ph. E. Bachs seine Kenntnisse in der Musik ergänzte. Als Komponist wie als Pädagoge hochangesehen, war er auch als Orchestergeiger im „Musikkollegium auf dem Musiksaal“ tätig. Zu seinem Freundeskreis gehörten die Komponisten J. J. Walder und H. G. Nägeli sowie namentlich J. C. Lavater, zu dessen Texten sich E. besonders hingezogen fühlte. – E. ist der bedeutendste Schweizer Liederkomponist im späteren 18. Jahrhundert Anknüpfend an Schmidlins Gesänge vertritt er auf Schweizerboden die Ideen der Berliner Liederschule (Johann Abraham P. Schulz, Johann Friedrich Reichardt und andere): Verwendung volkstümlicher Melodien, Natürlichkeit und leichte Sangbarkeit. Nicht in der großen Form der Kantate, sondern im schlichten Lied, vor allem in seinen innigen Naturgesängen, gibt E. sein Bestes.

  • Werke

    Kantaten, geistl. u. weltl. Lieder, u. a. Schweizerscenen, Zürcher-Gegenden, Gesänge zur Beförderung Vaterländ. Tugend, sämtl. nach Texten v. J. C. Lavater, ersch. als Neujahrsgeschenke ab d. Musiksaal, Zürich 1778-98; Gellerts geistl. Oden u. Lieder mit Choralmelodien, ebd. 1789;
    diess. mit leichten Melodien zu 2-4 Stimmen, ebd. 1791; 7 Liederslgg. (zus. mit J. J. Walder), u. a. Auserlesene geistl. Lieder, ebd. 1775, Singcompositionen mit Begl. d. Claviers, ebd. 1785 f. – Hrsg.: Musikal. Blumenlese, 2 T., ebd. 1786/89 (mit Liedern dt. Komponisten).

  • Literatur

    ADB V; 45. Neujahrstück d. allg. Musikges. Zürich, 1857, S. 17 ff.;
    A. Nef, Das Lied in d. dt. Schweiz Ende d. 18. u. Anf. d. 19. Jh., 1909, S. 39 ff., 101 f., 108 ff. (W-Verz.);
    A. Geering, in: Schweizer Musikbuch I, 1939, S. 87 ff.;
    Goedeke XII, S. 50 f.;
    E. Refardt, Hist.-Biogr. Musiker-Lex. d. Schweiz, 1928; ders., in: MGG III (W-Verz.).

  • Porträts

    Lith. nach e. Zeichnung v. C. Scheuchzer (Univ.bibl. Basel).

  • Autor/in

    Hans Peter Schanzlin
  • Zitierweise

    Schanzlin, Hans Peter, "Egli, Johann Heinrich" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 339 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13436547X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA