Lebensdaten
1869 bis 1941
Geburtsort
München
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Pathologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116239204 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Dürck, Hermann Ludwig Friedrich Franz
  • Duerck, Hermann
  • Dürck, Hermann Ludwig Friedrich Franz

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Zitierweise

Dürck, Hermann, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd116239204.html [28.09.2016].

CC0

Dürck, Hermann Ludwig Friedrich Franz

Pathologe, * 11.2.1869 München, 9.1.1941 München. (evangelisch)

  • Genealogie

    V Friedrich (1842–1913), Dir. der bayerischen Handelsbank, S des Frdr. (1809–84), Porträtmaler in München (s. ADB 48); M Maria, T des Justizrats Ludw. Ludorff in Münster (Westfalen); München 1914 Maximiliane (* 1890), T des Otto Frhr. v. Ritter zu Groenesteyn (1864–1940), bayerischer Gesandter in Paris (s. Schärl), u. der Karoline Gfn. v. Holnstein.

  • Leben

    D., Schüler O. Bollingers (München) und H. Chiaris (Prag), promoviert in München 1892, habilitiert für pathologische Anatomie und Bakteriologie 1897, wurde 1902 außerordentlicher, 1909 ordentlicher Professor am Pathologischen Institut der Universität Jena, 1911 Leiter des Pathologischen Institutes am Krankenhaus rechts der Isar in München; 1919 Honorarprofessor der Universität München. ȓ D. war ein eindringlicher Lehrer voll ästhetischen Empfindens und mustergültiger Sauberkeit in Sektionssaal und Laboratorium. In wissenschaftlicher Forschung der Pathogenese von Infektions- und Tropenkrankheiten zugewandt, suchte er in technisch hervorragender Zeichnung und Lichtbildnerei die geweblichen Eigenheiten pathologischer Objekte zu vermitteln. Aus seiner Hingabe an die mikroskopische Gewebeschau erwuchsen 3 Bände eines „Atlas der pathologischen Histologie“ (1900–03). Sehr eingehend beschäftigte er sich mit der Ätiologie und Histologie der Pneumonie (1897), studierte auf weiten Forschungsreisen die Pathologische Anatomie der Pest (1904), der Beri-Beri-Krankheit (1905) und der Malaria (1917), bereicherte die Histopathologie des Nervensystems, entdeckte eigenartige Granulombildung im Gehirn von Malariakranken (1920) und eine neue Art von Fasern in Bindegewebe und Blutgefäßwand, die weiterhin als „Dürcksche Fasern“ benannt wurden. Auch die Unfallheilkunde hat er durch pathologisch-anatomische Beiträge bereichert. Als hervorragender Organisator bearbeitete er auch Fragen der Planung und Ausgestaltung pathologischer Institute und Prosekturen (1911). Entomologisch ist er ebenfalls hervorgetreten. ȓ GR.

  • Werke

    Verz. Verhh. d. Dt. Ges. f. Pathol. 32, 1950, S. 431.

  • Autor

    Georg B. Gruber
  • Empfohlene Zitierweise

    Gruber, Georg B., "Dürck, Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 163 [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd116239204.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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