Lebensdaten
1792 – 1863
Geburtsort
Dornbirn
Sterbeort
Philadelphia (Unfall)
Beruf/Funktion
Bankier ; Makler ; Maler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135705258 | OGND | VIAF: 57837212
Namensvarianten
  • Drexel, Franz Martin

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Zitierweise

Drexel, Franz Martin, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135705258.html [29.05.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Franz Jos. (1762–1820), Kaufm. in Dornbirn;
    M Magdalene (1767–1832), T des Thomas Wilhelm in Dornbirn;
    1824 Catherine Hookey aus Philadelphia;
    3 S Francis A. (1824–85), Antony Jos. (1826–93), 1847 Teilhaber, dann Nachf. des Vaters als Chef des Unternehmens, Stifter des Drexel Industrial Institute in Philadelphia, Freund Präs. Grants, Jos. William (1833–88), Vertreter der väterlichen Firma in Dtld., 1867 Teilhaber des Bankhauses D., Harjes & Comp, in Paris, Mitgründer der Garfield National Bank u. Dir. v. 10 weiteren amerikanischen Banken, später Präs. der Philharmonic Society in New York u. Dir. des Metropolitan Mus.

  • Biographie

    D. durfte als Elfjähriger nach Italien gehen und sich in einem katholischen Institut bei Turin als Künstler ausbilden. Er setzte seine Studien dann in der Schweiz und in Frankreich fort, malte bei Gelegenheit Porträts und kam 1815 nach Österreich zurück. Alsbald ging er aber erneut auf Reisen und segelte 1817 von Amsterdam nach Philadelphia. Fast ein Jahrzehnt lang war er in Philadelphia als Porträtmaler und Zeichenlehrer tätig. Nach einem Streit mit seinem Schwager zog D. 1826 nach Südamerika, wo er ein Studio in Valparaiso errichtete und mehrere Reisen an der pazifischen Küste machte. Mit S. Bolivar schloß er Freundschaft. Nach Zwischenaufenthalt in Philadelphia ging er wieder nach Südamerika, dann Mexiko. D. erwarb nebenher durch Münzhandel ein beachtliches Vermögen. Die Erkenntnis von Wesen und Gewinnmöglichkeiten des Bankgeschäftes bewog ihn schließlich, die Malkunst ganz aufzugeben und 1837 ein eigenes Maklergeschäft in Louisville (Kentucky) zu gründen. Zum Jahresbeginn 1838 ließ er sich als Makler in Philadelphia nieder. Seine Spezialität war Handel mit „uncurrent money“. D. wußte in der Verwirrung des nordamerikanischen Geldwesens nach dem Zusammenbruch der United States Bank klug zu handeln und während des Goldfiebers der Jahrhundertmitte auch erfolgreich ins kalifornische Bankgeschäft einzugreifen. 1850 zog D. nach San Francisco, wo er die Firma D., Sather & Church gründete und bis 1857 blieb. Er starb als Millionär. Sein Bankhaus war damals eines der bedeutendsten der USA.

    D.s 3 Söhne setzten die Firma D. & Comp, in Philadelphia seit 1850 fort, errichteten eine Hauptniederlage in New York und begründeten 1871 mit John Pierpont Morgan das Bankhaus D., Morgan & Comp, in New York (1895 J. P. Morgan & Comp.), die große Morganbank. Das weltbekannte Haus D. & Co. in Philadelphia blieb daneben bestehen und besteht noch heute unter diesem Namen.

  • Werke

    Autobiogr. Life and Travels of F. M. D.; Journal of a Trip to South America (beides Hss. im Archiv v. D. &
    Co. in Philadelphia); zahlr. Porträts, u. a. von Simon Bolivar.

  • Literatur

    A New Home for an Old House, Philadelphia 1927 (P); Witt Bowden, in: DAB V, New York 1927, S. 456 f. (L, auch f. Antony Jos. u. Jos. William).

  • Autor/in

    Wolfgang Zorn
  • Zitierweise

    Zorn, Wolfgang, "Drexel, Franz Martin" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 119 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135705258.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA