Lebensdaten
1869 bis 1942
Geburtsort
Schweinfurt
Sterbeort
Regensburg
Beruf/Funktion
Schiffahrtsgeneraldirektor
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 130803022 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Donle, Ludwig Friedrich Karl Ritter von
  • Donle, Ludwig (bis 1914)
  • Donle, Ludwig Friedrich Karl (bis 1914)
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Zitierweise

Donle, Ludwig Ritter von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd130803022.html [16.02.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Eduard Rr. v. D. (Personaladel 1897, 1827-1909, ev.), Oberlandesgerichtspräsident in Augsburg (s. BJ 14, Tl. 1909, L), S des Joh. Bapt. (kath.), Landrichter in Windsheim, u. der Baumwollfabrikantentochter Wilhelmine Rüffershöfer (ev.);
    M Emilie (1837–1911), T des Weingroßhändlers Franz Sitzler in Kitzingen;
    Vt Wilh. (1862–1926), Physiker (s. Pogg. V, VI);
    1891 Constanze (1869–1933, ref.), T des Charles-Constant Chatenay aus Résudens (Schweiz), Plantagenbesitzer in Rio de Janeiro, u. der Émilie-Véronique Meyrat aus Rio;
    3 S (2 ⚔), u. a. Ludwig (* 1897), Schiffahrtsdirektor, 2 T.

  • Leben

    D. studierte die Rechtswissenschaften und wurde 1895 in das Staatsministerium des königlichen Hauses und des Äußeren (und Handels) in München berufen. Dort war er bis 1918 als Ministerialrat tätig. Anfang 1918 wurde D. zum Vorsitzenden des Vorstandes des Bayerischen Lloyd, Schiffahrts-AG Regensburg, berufen, dessen Mitbegründer er 1913 neben Staatsrat E. G. von Stauß war. Durch den Kriegsausgang verlor die Gesellschaft unter anderem 14 von 19 Dampfern sowie 50% der Warenboote und 80% der Tankkähne. Unter großen Schwierigkeiten mußte ein rascher Wiederaufbau erfolgen. Ende 1923 waren wieder unter anderem 16 Dampfer und 80 Warenboote vorhanden. Dann schritt der Bayerische Lloyd als erstes deutsches Binnenschiffahrtsunternehmen zur Motorisierung der Flotte in größerem Umfange. An den Friedensverhandlungen in Bukarest und Versailles nahm D. als Sachverständiger für die Donauschifffahrt teil, ebenso an der Pariser Donaukonferenz 1920/21, welcher die Festsetzung der Donauakte oblag. 1922-33 war D. Präsident der Industrie- und Handelskammer Regensburg. 1939 schied er als Generaldirektor aus dem Vorstand des Bayerischen Lloyd aus. Mit besonderer Energie und großem Erfolg widmete sich D. nach dem 1. Weltkrieg der Erneuerung der Wirtschaftsbeziehungen Deutschlands mit den Donaustaaten und der Anbahnung von Gemeinschaftsverträgen mit ausländischen Donauschiffahrtsgesellschaften. Neben seiner wirtschaftspolitischen Betätigung wandte sich D. auch wissenschaftlichen Arbeiten zu. – WGR.

  • Literatur

    Rhdb. (P);
    Schärl.

  • Autor/in

    Ludwig Donle
  • Empfohlene Zitierweise

    Donle, Ludwig, "Donle, Ludwig Ritter von" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 72 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd130803022.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA