Lebensdaten
1577 bis 1638
Geburtsort
Zeitz
Sterbeort
Bohlen bei Grimma (Sachsen)
Beruf/Funktion
kursächsischer Geheimer Kammer- und Bergrat
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 121888851 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Döring, David (bis 1630)
  • Döring, David von
  • Döring, David (bis 1630)
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Zitierweise

Döring, David von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd121888851.html [24.06.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Valentin, Landrichter u. Ratsherr in Zeitz, 1598 bis 1605 Amtmann in Grimma;
    M Maria (1554 bis 1626), T des Christoph Lotter, kursächsischer Amtmann in Würzen, später Delitzsch;
    Grimma 31.5.1602 Euphrosyne, T des Daniel Eulenbeck ( 1595), Prof. der Rechte, sächsisch-weimarischer Rat (s. ADB VI);
    14 K, u.a. Daniel (1605–65), Dr. iur., Kanzler der Stifte Meißen u. Würzen, Hofpfalzgraf, Verfasser des „Geistlichen Harffenwerks“ (s. Jöcher), Maria Sophia ( 1680, Dr. iur. Joh. Gg. v. Oppell, 1594–1661, Reichsadel 1635, auf Lomnitz, Gosda, Lampertswalde, Wellerswalde, Ober- und Nieder-Lichtenau, Jurist, kaiserlicher Rat, kursächsischer Hof- und Justizrat, Wirklicher Geheimer Rat, Kammer- u. Obersteuerdirektor, Hofpfalzgraf, Mitunterhändler beim Prager Frieden), Elis. ( Max. Ferd. Hoë v. Hoënegg, 1657, Hof-, Justiz- u. Oberappellationsrat, S des Oberhofprediger Matthias Hoë v. Hoënegg, 1645, s. ADB XII).

  • Leben

    D. besuchte die Schule in Zeitz und die Fürstenschule Pforta. Er studierte seit dem Winter 1593 5 Jahre lang Rechtswissenschaft in Leipzig; 1596 wurde er Baccalaureus artium. Von 1600 an war er in Jena immatrikuliert und promovierte hier 1603 zum Dr. iur. Durch seine Wirksamkeit in Zeitz wurde D. so bekannt, daß er 1609 als Hofrat an die kursächsische Landesregierung und ans Appellationsgericht nach Dresden berufen wurde. Daneben wurde er 1617 zum Kammerrat und 1630 zum Kammer- und Bergrat ernannt. D. war ein Günstling des Kurfürsten Johann Georg I. Auf dem Landtag zu Torgau 1628 forderten die Stände vergeblich seine Absetzung, Verhaftung und Enteignung, weil er ständische Rechte verletzt und als kurfürstlicher Schuldenkommissar den Konkurs der Stadt Leipzig herbeigeführt hätte. Danach führte D. gegen nicht weniger als 36 Personen Beleidigungsprozesse, die 1631 mit einem Vergleich endeten. Durch seine kaiserfreundliche Politik machte er sich auch bei der Kurfürstin Magdalene Sybille verhaßt, die eine entschiedene Protestantin und begeisterte Verehrerin Gustav Adolfs war. D. vertrat Sachsen 1634/35 auf den Friedensverhandlungen mit dem Kaiser in Leitmeritz, Pirna und Prag. 1638 erhielt er seine wegen Krankheit erbetene Entlassung aus fast allen Ämtern und den Ehrentitel eines Geheimen und Kammerrates. – Hofpfalzgraf 1630.

  • Literatur

    ADB V;
    R. Bakius, Lpr. D. D.s, Leipzig 1641;
    Zedler VII, Sp. 1153 (L);
    - Qu.:
    Sächs. Landeshauptarchiv Dresden.

  • Portraits

    2 Kupf. v. L. Kilian (Dresden, Kupf.Kab.; Veste Coburg).

  • Autor/in

    Gerhard Schmidt
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmidt, Gerhard, "Döring, David von" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 32 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd121888851.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Döring: David D., kursächsischer geheimer, auch Kammer- und Bergrath, als Günstling Kurfürst Johann Georgs I. und Schwiegersohn Hoë v. Hoënegg's ein mächtiger, ebenso gefürchteter wie gehaßter Mann, den sogar die Kurfürstin, seine Hauptgegnerin, des geheimen Einverständnisses mit dem Kaiserhofe bezichtigte. Selbst die von dem größten Theil der Ritterschaft und der Städte beim Landtag von 1628 gegen ihn als den Haupturheber der eingerissenen Gebrechen, namentlich der Finanznoth, erhobene Anklage vermochte nicht seine Stellung zu erschüttern. Er gehörte nebst seinem Schwiegersohn, Joh. Georg v. Opel, zu den Unterhändlern des Prager Friedens, wurde 1635 vom Kaiser geadelt und starb 1638. — Sein Sohn, Daniel v. D., gestorben 1665, versuchte sich als Dichter ("Geistliches Harffenwerk").

  • Autor/in

    Flathe.
  • Empfohlene Zitierweise

    Flathe, Heinrich Theodor, "Döring, David von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 347 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd121888851.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA