Lebensdaten
1785 bis 1847
Beruf/Funktion
preußischer Generalleutnant
Konfession
evangelischer Sohn
Normdaten
GND: 117637459 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Diest, Heinrich von
  • Diest, Heinrich van
  • Diest, Heinrich von

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Zitierweise

Diest, Heinrich van, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117637459.html [15.12.2018].

CC0

  • Leben

    Diest: Heinrich von D., königlich preußischer Generallieutenant, am 16. März 1785 zu Cleve, wo sein Vater Tribunalspräsident war, geboren, trat 1799 bei dem zu Bielefeld in Garnison stehenden Infanterieregimente v. Besser in den Dienst, wurde 1806 als Lieutenant im Regimente v. Wedel durch die Capitulation von Nienburg Kriegsgefangener, trat 1809 in das russische Heer, in welchem er als Generalstabsofficier am Feldzuge vom Jahre 1812, sowie an den Befreiungskriegen theilnahm und sich in der Schlacht von Kulm dadurch besonders hervorthat, daß er an entscheidender Stelle auf eigene Hand das rechtzeitige Eingreifen von zwei Cavallerieregimentern veranlaßte, ward nach dem Abschlusse des zweiten Pariser Friedens russischer Militärattaché in Berlin, kehrte, zum General aufgestiegen, 1818 als Oberst in den vaterländischen Dienst zurück, war zunächst Chef des Generalstabes des V. Armeecorps in Posen, erwarb sich hier ein Verdienst, indem er bei Ausbruch des polnischen Aufstandes vom J. 1830 in Abwesenheit des commandirenden Generals unverzüglich auf eigene Verantwortung die zur Abwendung der der Provinz Posen drohenden Gefahr einer Ausbreitung der Erhebung erforderlichen Anordnungen traf, und wurde 1831 zum Inspecteur der in Berlin stehenden 2. Artillerieinspection sowie zum Präses der Artillerieprüfungscommission ernannt. Auch bei der Verwendung in dieser ihm bis dahin ferngestandenhabenden Waffe und in dem ihm ganz fremdgewesenen Wirkungskreise auf technischem Gebiete erwarb er sich hohe Anerkennung, welche dadurch zu besonderem Ausdrucke kam, daß, als, nach dem Tode des Prinzen August von Preußen, im J. 1843 Prinz Adalbert als Generalinspecteur der Artillerie an die Spitze der Waffe berufen ward, General v. D. ihm als 2. Generalinspecteur an die Seite gestellt wurde. Er starb am 8. November 1847 zu Berlin.

    • Literatur

      Heinrich von Diest, ein Lebensbild, von seinem Sohne Gustav v. Diest (Berlin 1899).

  • Autor/in

    B. v. Poten.
  • Empfohlene Zitierweise

    Poten, Bernhard von, "Diest, Heinrich van" in: Allgemeine Deutsche Biographie 47 (1903), S. 685 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117637459.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA