Lebensdaten
1647 bis 1726
Geburtsort
Emmerich
Sterbeort
Haus Doorn bei Utrecht
Beruf/Funktion
brandenburgischer Rat ; Diplomat
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 123613760 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Diest, Friedrich Wilhelm von
  • Diest, Friedrich van
  • Diest, Friedrich von
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Aus dem Register von NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Diest, Friedrich Wilhelm van, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd123613760.html [22.04.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Johann (1598–1665), brandenburgischer GR, Vizekanzler u. Kammerdirektor der clevisch-märkischen Reg., S des Simeon Tegeler (v. D.), Rentmeister zu Altena, Hogreve zu Breckenfeld, u. der Anna v. der Decke;
    M Elis. v. Frentz gen. Illis (tot 1656);
    B Jakob, Richter in Büderich, Heinr., Bgm. v. Cleve, Syndikus der Clevischen Ritterschaft; Halbbruder Simeon (1638–1710), Dr.|iur., Freigraf u. Bgm. zu Altena;
    28.12.1680 Anna van Goor ( 1719);
    2 T.

  • Leben

    1676 erfolgte D.s Ernennung zum Oberrezeptor für Cleve und Mark. Welche Stellung er vorher bekleidete, ist nicht festzustellen. Ein Konzept seiner Bestallung rühmt die guten Dienste seines Vaters und Großvaters und sagt von ihm nur, daß er des Kurfürsten Patenkind sei, was die Vornamen bestätigen. D. gebührt das Verdienst, in die völlig zerrüttete Finanzwirtschaft des kurbrandenburgischen Streubesitzes mit eiserner Energie und in stetem Kampf mit der Ritterschaft Ordnung gebracht zu haben. Dies ist umso bemerkenswerter, als seine Vergangenheit, Abstammung und verwandtschaftlichen Bindungen ihn wie seine Brüder auf die ständische Seite hätten weisen müssen. 1678 wurde D. Geheimer Regierungsrat, 1695 Vizekanzler. D. hat sich auch als Diplomat hervorragend bewährt. April 1681 bis Juli 1683 und Mai 1685 bis März 1687 vertrat er als außerordentlicher Gesandter die kurbrandenburgischen Interessen in Den Haag. Die Allianz mit den Generalstaaten und der Handel in Neuguinea bildeten die hauptsächlichsten Verhandlungsobjekte. Sein Amt als Oberrezeptor verblieb ihm auch während dieser Zeit. Zu seiner Unterstützung und Vertretung wurde ihm sein Bruder Jakob beigegeben. Später ernannte der Kurfürst D. zum Regierungspräsidenten in Cleve.

  • Literatur

    ADB V (auch f. V Joh.);
    Urkk. u. Aktenstücke z. Gesch. d. Kf. Frdr. Wilh. v. Brandenburg, Ausw. Akt., 3. Bd., hrsg. v. H. Peter, 1866, S. 555 u. ö., u. 21. Bd., hrsg. v. F. Hirsch, 1915, S. 76 u. ö.;
    O. Hoetzsch, Stände u. Verwaltung v. Cleve u. Mark, Urkk. u. Aktenstücke z. inneren Pol. d. Kf. Frdr. Wilh. v. Brandenburg, 1908, S. 36 u. ö.

  • Autor/in

    Hans Saring
  • Empfohlene Zitierweise

    Saring, Hans, "Diest, Friedrich Wilhelm van" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 663 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd123613760.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA