Lebensdaten
1917 – 1996
Geburtsort
Falkenstein (Vogtland)
Sterbeort
Heidelberg
Beruf/Funktion
Internist ; Arzt ; Hochschullehrer
Konfession
-
Normdaten
GND: 119103575 | OGND | VIAF: 69019755
Namensvarianten
  • Schettler, Friedrich Gotthard
  • Schettler, Gotthard
  • Schettler, Friedrich Gotthard
  • mehr

Objekt/Werk(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie
Personen im NDB Artikel

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Schettler, Gotthard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119103575.html [19.05.2024].

CC0

  • Genealogie

    V N. N., Stadtrat in F. (parteilos);
    M N. N.;
    1942 Gina Düker;
    2 S u. a. Jost ( 1997), Dr. med., Chefarzt d. Wicker-Klinik in Bad Wildungen, 1 T.

  • Biographie

    S. besuchte das Oberschulinternat in Auerbach und studierte nach dem Abitur 1936 Medizin in Jena, Leipzig, Wien und Tübingen, wo er 1942 das medizinische Staatsexamen ablegte und im selben Jahr promoviert wurde. Bis 1945 arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent am dortigen Pathologischen Institut bei Erich Letterer (1895–1982) über Cholesterin und studierte zudem Chemie. Es folgten fünf Jahre als Assistent an der medizinischen Universitätsklinik bis zur Habilitation für Innere Medizin 1950. Bis 1956 war S. als Oberarzt der medizinischen Universitätsklinik in Marburg/Lahn tätig (Prof. 1955) und fungierte anschließend bis 1961 als Direktor der medizinischen Klinik in Stuttgart-Bad Cannstatt. Zeitgleich forschte S. weiter auf dem Gebiet des Fettstoffwechsels. Nach zwei Jahren Tätigkeit als Ordinarius für Innere Medizin und Direktor der II. medizinischen Klinik und Poliklinik der FU Berlin übernahm S. 1963 den Lehrstuhl für Innere Medizin der Universitätsklinik Heidelberg (em. 1986) und leitete zugleich die Ludolf-Krehl-Klinik.

    S. gilt als Pionier der dt. Arterioskleroseforschung und war sowohl auf klinischem, wie experimentellem und epidemiologischem Gebiet produktiv. Die von ihm herausgegebene Taschenbuchreihe (Innere Medizin, Praktische Medizin, Alterskrankheiten) fand weite Verbreitung.

    S. leistete nicht nur einen wichtigen Beitrag zur internationalen Rehabilitation der dt. Medizin in der Nachkriegszeit, er war auch in zahlreichen Institutionen des Gesundheitswesens aktiv. 1962-90 organisierte er die „Berliner Kongresse für ärztliche Fortbildung“, war Vorsitzender bzw. Präsident nationaler wissenschaftlicher Akademien (Heidelberg 1986–90) und internationaler wissenschaftlicher Gesellschaften (Europ. Arterioskleroseforscher 1962–72, Internat. Arterioskleroseges. 1977–85, WHO 1977–88) sowie Präsident der Dt. Gesellschaft für Innere Medizin (1971–72).|

  • Auszeichnungen

    Thureus-Medaille (Univ. Uppsala, 1974);
    Heinrich-Wieland-Medaille in Gold (1989);
    Paracelsus-Medaille (1991);
    Jerusalem-Medaille in Silber (Israel, 1991);
    Gr. BVK (1981, mit Stern 1991);
    Mitgl. d. schwed. Ak. d. Wiss., d. Ak. d. Wiss. New York, d. Leopoldina (1971) u. d. Heidelberger Ak. d. Wiss.;
    Ehrenmitgl. d. Japan., ital., ungar. Arterioskleroseges. u. d. portugies. Ges. f. Kardiol.;
    korr. Mitgl. d. Ges. d. Ärzte in Wien;
    Dr.-Ing. E. h. (TU München 1973), Dr. h. c. (Hiroshima 1973, Edinburgh 1978, Padua 1983, Montpellier 1984, Berlin 1986, Budapest 1987);
    Prof. h. c. (Tongji Univ. Wuhan 1992).

  • Werke

    Internist. Therapie in Klinik u. Praxis, 1985 (mit E. Weber);
    Der Mensch ist so jung wie seine Gefäße, 1985;
    Arteriosklerose, 1985 (mit R. Gross);
    Arterielle Verschlußkrankheiten u. Molekularbiol. d. Arteriosklerose, 1987;
    Herzinfarkt, 1993;
    Erlebtes u. Erdachtes (Autobiogr.), 1993 (P);
    Allgemeinmedizin, 1995 (mit W. Kruse);
    Innere Medizin, 1997 (mit H. Greten);
    Hg.:
    Arteriosklerose, 1961;
    Tb. d. Alterskrankheiten, 1970, ²1987;
    Betablocker u. Lipidstoffwechsel, 1984;
    Tb. d. prakt. Medizin. “1990;
    Tb. d. inneren Medizin, 81990;
    Principles and Treatment of Lipoprotein Disorders, 1994.

  • Literatur

    Hartmannbund (Hg.), Köpfe, 1981, S. 198 f. (P);
    D. v. Engelhardt (Hg.), Biogr. Enz. dt.sprachiger Mediziner;
    Munzinger.

  • Autor/in

    Eberhard J. Wormer
  • Zitierweise

    Wormer, Eberhard J., "Schettler, Gotthard" in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 707-708 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119103575.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA