Lebensdaten
1821 bis 1896
Geburtsort
Frankfurt/Main
Sterbeort
Frankfurt/Main
Beruf/Funktion
Maler ; Radierer
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 119372134 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Rumpf, Philipp
  • Rumpf, Peter Ph.
  • Rumpf, Peter Philipp
  • mehr

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Rumpf, Philipp, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119372134.html [22.02.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Sebastian, Konditor in F.;
    M Marianne (1780–1869), T d. Peter Philipp Melzer, Bürger, Goldarb. in Fulda;
    1845 Christine ( 1896), T d. M. Anna Melzer, Schw d. Marianne Melzer (s. o.);
    10 K u. a. Emil (1860–1948), Maler, nach Ausbildung an d. Ak. Düsseldorf u. Karlsruhe seit 1875 in Kronberg (Taunus) (s. ThB; Nassau. Biogr.).

  • Leben

    R., der zunächst bei seinem Vater das Konditorhandwerk erlernte, belegte seit 1836 Zeichenkurse an der Schule des Städelschen Kunstinstituts. 1842 wurde er dort Meisterschüler von Jakob Becker, der die Malweise der Düsseldorfer Akademie nach Frankfurt gebracht hatte. Im Stil seines Lehrers entstanden zunächst idealisierende Genredarstellungen des ländlichen Lebens. Schon an der Städelschule hatte R. sich mit seinem Malerkollegen Anton Burger befreundet, mit dem er sich nach Ende seines Studiums häufig nach Kronberg begab, wo er wenige Jahre später zum Mitbegründer der Kronberger Malerkolonie wurde. Unter dem Einfluß von Burger und Jakob Fürchtegott Dielmann gelangte R. bald zu einer stärker an Realismus und Naturalismus orientierten Sichtweise. Seit 1844 betrieb R. eine Kunstschule für Töchter des Bürgertums, die er 1860 aufgrund seines Erfolgs als Künstler wieder aufgeben konnte. Seit 1875 war er in Kronberg ansässig, wo er eine Malerkolonie gründete. Nach seiner Familiengründung 1845 beschäftigte er sich bevorzugt mit der Darstellung seines häuslichen Umfelds und lieferte damit auch einen eigenständigen Beitrag zur bürgerlichen Genremalerei des 19. Jh. Eine Reise nach Paris 1852 brachte R. mit den neuen Tendenzen der dortigen Malerei, insbesondere auch mit Corot und Courbet in Verbindung; weitere Studienreisen führten ihn nach München, Dresden und Oberitalien. Seit Ende der 60er Jahre wandte er sich|stärker der Landschaftsmalerei sowie Motiven in der Tradition des Neorokoko zu. R. trat darüber hinaus als Porträtist und Radierer hervor; in seinen Zeichnungen und Aquarellen erreichte er subtilen und nuancenreichen Ausdruck.|

  • Auszeichnungen

    Prof. (1888); Hofmaler Hzg. Adolfs v. Nassau.

  • Literatur

    A. Wiederspahn u. H. Bode, Die Kronberger Malerkolonie, 31982;
    P. R. (1821-1896), Ausst.kat. Receptur Kronberg i. T. 1996;
    Kunstlandschaft Rhein-Main, Malerei im 19. Jh., 1806–1866, Ausst.kat. Haus Giersch – Mus. Regionaler Kunst 2000;
    H. Weizsäcker u. A. Dessoff, Biogr. Lex. d. Frankfurter Künstler im 19. Jh., hg. v. Frankfurter Kunstver., 1909;
    ThB;
    Nassau. Biogr.;
    Frankfurter Biogr.; |

  • Quellen

    Qu Inst. f. Stadtgesch. Frankfurt (StadtA).

  • Autor/in

    Andreas Hansert
  • Empfohlene Zitierweise

    Hansert, Andreas, "Rumpf, Philipp" in: Neue Deutsche Biographie 22 (2005), S. 255-256 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119372134.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA