Lebensdaten
1917 – 1997
Geburtsort
München
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Unternehmer
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 121107094 | OGND | VIAF: 64854525
Namensvarianten
  • Rodenstock, Rolf
  • Rodenstock, Rudolf
  • Rodenstock, Rolph
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Zitierweise

Rodenstock, Rolf, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd121107094.html [16.04.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Alexander (s. Gen. 1);
    M Franziska Fries (1894–1974);
    1 Schw Erika (* 1920);
    1) München (?) 1945 (⚮) Charlotte (1923–89), T d. Hans-Heinrich Manns (1879–1933), Dipl.-Ing., u. d. Hedwig Tschöpe (1893–1978), 2) 1969 Inge Haux (* 1936);
    1 S aus 1) Randolf (* 1948, Uschi Eger, * 1950, Psychol.), Dipl.-Physiker, MBA d. Inst. Européen d'Administration des Affaires (INSEAD), seit 1976 Assistent im väterl. Betrieb, den er 1983-90 gemeinsam mit R., dann allein leitete, persönl. haftender Gesellschafter d. Opt. Werke G. Rodenstock KG, 1993 Vors. d. Verbands d. Dt. Feinmechan. u. opt. Ind., seit 1998 Präs. d. Verbands d. Bayer. Metallind., seit 2000 d. Vereinigung d. Bayer. Wirtsch. (VBW) (s. FAZ v. 14.6.1995; Munzinger; W), 2 T aus 1) Alexandra (* 1950, 1] Wulf Nibbe, 2] Klaus Bölling, * 1928, Journalist, Dipl., Pol., 1969-73 Leiter d. ARD-Studios in Washington, D. C., u. Chefkorrespondent in d. USA, 1974-81 u. 1982 als Staatssekr. Leiter d. Bundespresseamts b. Bundeskanzler Helmut Schmidt, 1981/82 Ständiger Vertreter d. BRD in d. DDR, 1990-93 Leiter d. Pol. Clubs d. Ev. Ak. Tutzing, 1981 Gr. BVK, s. Munzinger, 3) Dr. Martin Jaeger), Eva-Beatrice (* 1956, 1] Karlheinz Wermuth, 2] Ulrich-Peter Trappe), 1 S aus 2) Benedikt (* 1970).

  • Biographie

    Nach Schulbesuch in Kloster Ettal und München legte R. 1937 am Neuen Realgymnasium in München sein Abitur ab. Anschließend wurde er zum Arbeits- und 1939 zum Kriegsdienst einberufen und begann im folgenden Studienurlaub 1940 das Studium der Betriebswirtschaftslehre an der TH München, das er nach kriegsbedingten Unterbrechungen und Verwundung in Rußland 1943 mit der Diplomprüfung abschloß. Im selben Jahr trat er als Leiter der betriebswirtschaftlichen Abteilung in das väterliche Unternehmen ein. 1944 zum Dr. rer. pol. promoviert, leitete er nach Kriegsende vorübergehend den Betrieb, da sein Vater als Wehrwirtschaftsführer bis zur Rehabilitierung durch die Spruchkammer 1947 mit Berufsverbot belegt war. R. sah den Weiterbestand des Unternehmens als nicht gesichert an und schlug daher eine Hochschullaufbahn ein. Er erhielt 1946 an der Univ. München einen Lehrauftrag für Betriebswirtschaft, habilitierte sich dort 1947 und wurde 1956 zum apl. Professor für Betriebswirtschaftslehre ernannt. Nach dem Tod seines Vaters 1953 gelangte R. als Leiter und alleinhaftender Gesellschafter an die Spitze des Unternehmens mit damals ca. 2000 Mitarbeitern. Erfolgreich entwickelte er neben Brillengläsern und Fotooptik mit dem Bereich der Brillenfassungen ein wichtiges neues Unternehmenssegment; die Firma wuchs unter seiner Führung zu einem weltweit agierenden Unternehmen.

    Sein wissenschaftliches Renommee in Verbindung mit erfolgreicher unternehmerischer Tätigkeit trug R. bei seiner verbandspolitischen Arbeit hohes Ansehen ein. Er gehörte 1947 zu den Gründern des Fachverbands „Feinmechanik und Optik“ in Bayern. 1948-64 war er erster Vorsitzender des Verbands der Dt. Feinmechanischen Industrie, 1949 gelangte er in das Präsidium des Landesverbands der Bayer. Industrie, dessen Vorsitz er 1955-77 innehatte. 1966-78 amtierte er als Vorsitzender des Dt. Industrie-Instituts (später: Inst. d. dt. Wirtsch.) in Köln, 1978 erfolgte seine Wahl zum Präsidenten des einflußreichen BDI, dessen Präsidium er seit 1952 angehört hatte; gleichzeitig war er seit 1971 als Präsident der IHK für München und Oberbayern tätig. Seit 1963 stellv. Vorsitzender des Vereins der Bayer. Metallindustrie, war|er seit 1971 Vizepräsident der Vereinigung der Arbeitgeberverbände in Bayern. 1990 übergab R. die Leitung des Unternehmens an seinen Sohn Randolf. Die Rodenstock-Gruppe befindet sich noch heute in Familienbesitz und beschäftigt weltweit rund 6200 Mitarbeiter.|

  • Auszeichnungen

    Bayer. Verdienstorden (1958);
    Dr. h. c. (1977);
    Rr. d. franz. Ehrenlegion (1977);
    Gr. BVK mit Stern u. Schulterband (1977);
    Goldene Ehrenmünze d. Landeshauptstadt München (1982);
    Goldmedaille „Distinguished Leadership and Service for Humanity“ der B'NAI B'RITH (1984);
    Goldene Bayer. Vfg.medaille (1986);
    Ehrenpräs. d. IHK f. München u. Oberbayern (1990);
    Gr. Goldenes Ehrenzeichen d. Rep. Österr. (1991);
    Ehrenmitgl d. Präsidiums d. BDI (1992);
    Mitbegr. u. Ehrenpräs. d. europ. Ind. Vereinigung Feinmechanik u. Optik.

  • Werke

    Die Genauigkeit d. Kostenrechnung ind. Betriebe, 1950;
    Standortbestimmungen e. Unternehmers, 1977;
    zu Randolf:
    Chancen f. alle, Die Neue Soziale Marktwirtsch., 2001.

  • Literatur

    V. Fischer, Chronik Opt. Werke G. Rodenstock München 1877-1960, 1966 (ungedr.);
    A. Brachner, Th. Wieteck, Chronik d. opt. Werke G. Rodenstock 1960-1990, 1992 (ungedr.);
    Rodenstock – 100 J. für besseres Sehen, 1977;
    100 J. Werk Regen, Zukunft mit Tradition, 1998;
    BDI (Hg.), Prof. Dr. Dr. h. c. R. R., Präs. d. BDI v. 1978-1984, 1984;
    D. Reder u. S. Roeseling, Augenblicke, Die Firmengesch. d. Opt. Werke G. Rodenstock, 2002;
    Klimesch (P);
    Munzinger;
    |

  • Quellen

    Qu Bestand „Opt. Werke G. Rodenstock“ im Bayer. Wirtsch.archiv, München.

  • Porträts

    Ölgem. v. P. M. Padua, 1977 (IHK f. München u. Oberbayern).

  • Autor/in

    Eva Moser
  • Zitierweise

    Moser, Eva, "Rodenstock, Rolf" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 696-697 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd121107094.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA