Lebensdaten
1901 bis 1981
Geburtsort
Bremen
Sterbeort
Hamburg
Beruf/Funktion
Gewerkschafter
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 141542160 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Rettig, Fritz Otto August
  • Rettig, Fritz
  • Rettig, Fritz Otto August

Orte

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Zitierweise

Rettig, Fritz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd141542160.html [11.07.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Otto August Albert, Sattlermeister in B.;
    M Magdalene Brinker;
    Helene Krömer;
    1 T Helga, Prof. an d. Univ. Cincinnati (Ohio, USA).

  • Leben

    Nach dem Besuch der Volksschule begann R. eine kaufmännische Lehre im Hamburger|Großhandel, während der er Kurse an der staatlichen kaufmännischen Fortbildungsschule belegte. 1918 im Rahmen des Hilfsdienstgesetzes zur Herstellung von Granaten kriegsverpflichtet, kam er in Kontakt mit den Gewerkschaften. 1919 trat R. der SPD bei und engagierte sich seither hauptamtlich in der Angestelltenbewegung. Seine Funktionärslaufbahn begann er im „Kaufmännischen Verein von 1858“, der sich später dem „Gewerkschaftsbund der Angestellten“ (GdA) anschloß. Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen, war er Geschäftsführer des GdA für den Bezirk Hamburg. R., der auch im „Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold“ aktiv war, wurde vorübergehend von der SA inhaftiert und seiner Ämter enthoben. Bis zur Einberufung 1939 arbeitete er als selbständiger Versicherungsagent. Nach dem Krieg wieder in Hamburg, leistete R. einen wichtigen Beitrag zur Reorganisation des dt. Gewerkschaftswesens als Mitbegründer der Dt. Angestellten-Gewerkschaft (DAG) in der brit. Zone. 1949 übernahm er in Nachfolge Willi Dörrs, dessen Stellvertreter er bereits seit einem Jahr war, den Vorsitz der DAG, den er 1959 aus gesundheitlichen Gründen niederlegen mußte. R. wurde 1953 stellvertretender, 1961 Vorstandsvorsitzender der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA). Sein Wirken war geprägt durch eine pragmatische Grundeinstellung. Seine mit Nachdruck verfolgten Ziele waren die Schaffung einer Einheitsorganisation der Angestellten, die bis 1945 nie geglückt war, sowie der gleichberechtige „Wirtschaftsbürger“, der auch an betrieblichen Entscheidungen partizipiert.|

  • Auszeichnungen

    Aufsichtsratsmitgl. d. „Dt. Ring Transport- u. Rückvers.-AG“, d. „Dt. Ring, Krankenvers.ver. auf Gegenseitigkeit“ u. d. „Dt. Ring Lebensvers.-AG“;
    Vorstandsmitgl. d. Internat. Bundes d. Privatangest. (IBP), Amsterdam;
    stellv. Aufsichtsratsvors. d. „Gemeinnützigen AG f. Angest. Heimstätten“ (GAGFAH), Essen;
    Gr. BVK (1966).

  • Werke

    Die Stellung d. DAG z. Wirtschafts- u. Sozialpol., 1948;
    Die Stellung d. Angest. in d. modernen Ges., 1958;
    Die Unterbewertung d. geistigen Arbeit, Reden d. Bundespräs. Heuss u. d. Vors. d. DAG F. R., 1954. – Hg.: DAG, 1958.

  • Literatur

    Klimesch (P);
    Kosch, Biogr. Staatshdb.;
    Munzinger.

  • Autor/in

    Boris Schwitzer
  • Empfohlene Zitierweise

    Schwitzer, Boris, "Rettig, Fritz" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 448-449 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd141542160.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA