Lebensdaten
1904 bis 1983
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Wedel
Beruf/Funktion
Schachmeister
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 128472243 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Rellstab, Ludwig Adolf Friedrich Hans
  • Rellstab, Ludwig
  • Rellstab, Ludwig Adolf Friedrich Hans

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Zitierweise

Rellstab, Ludwig, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd128472243.html [21.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Ludwig M. E. (1873–1950), aus Kiel. Physiker, Elektrotechniker, 1900 an d. TH Braunschweig habilitiert, seit 1914 Obering. d. Siemens & Halske AG, Dir. d. Wernerwerks, Mitgl. d. KWG, Klubschachspieler in B. (s. Rhdb.; Pogg VI-VII a; B. Gundler, Cat. Professorum d. TU Braunschweig II, 1991), S d. Ludwig (s. Gen. 1) u. d. Käthe Schmidt;
    M Anna Kuhlgatz;
    Ur-Gvv Ludwig (s. 1);
    Schw Annekäthe (* 1903), Pianistin (s. Rhdb.).

  • Leben

    R., der das Schachspielen mit elf Jahren erlernt hatte, studierte Mathematik und Physik in München und Berlin, gab jedoch sein Studium auf und lebte als Berufsschachspieler und Schachschriftsteller. Als Mitherausgeber fungierte er für das „Schachtaschenjahrbuch“ und „Streitfälle aus der Turnierpraxis“. R. wurde Mitglied der „Berliner Schachgesellschaft“, wo er mit den berühmtesten Meistern (Tarrasch, Lasker, Teichmann, Rubinstein) seiner Zeit zusammentraf. In den folgenden Jahren gewann er Turniere in Berlin, Zoppot (1937) und Stuttgart und kam u. a. in Swinemünde, Saarow, Nauheim, Stockholm, Aachen unter die Preisträger. 1942 errang er im Turnier zu Bad Oeynhausen den Titel eines Dt. Meisters und schlug im selben Jahr bei der Europameisterschaft in München den Weltmeister Alexander Aljechin.

    Nach dem 2. Weltkrieg übersiedelte R. nach Hamburg, wo er die Schachspalte im „Hamburger Abendblatt“ leitete, als freier Schachjournalist arbeitete und beim Dt. Schachbund als Schriftführer tätig war. 1950 verlieh ihm die Fédération Internationale des Echecs (FIDE), der Weltschachbund, den Titel eines Internationalen Meisters auf Lebenszeit, ein Jahr später wurde er zum internationalen Schiedsrichter der FIDE berufen.

    R. war dreimal Meister von Berlin, fünfmal Meister von Hamburg und nahm an 17 dt. Meisterschaften mit Erfolg teil. Er vertrat Deutschland in vielen Länderkämpfen und spielte bei vier Schacholympiaden (München 1936, Dubrovnik 1950, Helsinki 1952. Amsterdam 1954) mit, wobei er in Helsinki mit 6,5 Punkten aus 9 Partien das beste Ergebnis der gesamten Olympiade am 6. Brett erzielte. Sein Auftreten und seine schachjournalistischen Kolumnen trugen ihm den Beinamen des „Schachprofessors“ ein.

  • Werke

    Das Schachspiel, Ein Grundlehrgang mit planmäßiger Darst. d. Schacheröffnungen, 21956;
    Turnier-Tb, 41977 (mit A. Brinckmann).

  • Literatur

    Das große Schachlex., 1991 (P).

  • Autor/in

    Helmut Wieteck
  • Empfohlene Zitierweise

    Wieteck, Helmut, "Rellstab, Ludwig" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 408 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd128472243.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA