Lebensdaten
1752 bis 1783
Geburtsort
Potsdam
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Sängerin
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 123455634 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Benda, Juliane (geborene)
  • Benda, Juliane
  • Reichardt, Bernadine Juliane

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Visualisieren

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Reichardt, Juliane, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd123455634.html [30.08.2016].

CC0

Reichardt, Bernhardine Juliane, geborene Benda

Sängerin, Pianistin, Komponistin, * 14.5.1752 Potsdam, 11.5.1783 Berlin.

  • Genealogie

    V Franz Benda (1709–86), aus Altbanak (Böhmen), Komp. u. Violinist (s. NDB II; New Grove; New Grove; MGG2); M Eleonora Stephanie (1718–58); Potsdam 1776 Johann Friedrich Reichardt (s. 2); 2 S (beide früh †), 2 T u. a. Louise (1779–1826), Musiklehrerin. Komp., Sängerin in Hamburg (s. ADB 27; MGG; New Grove; New Grove; L).

  • Leben

    R. wuchs in Potsdam im Umfeld des Hofes auf. Von ihrem Vater, einem der prominentesten „Cammer-Musici“ Kg. Friedrichs II., wurde sie früh gefördert und im Gesang unterrichtet. Nach 1770 gehörte sie zu den „angesehensten und gefühlvollsten Sängerinnen“ (Ernst Ludwig Gerber, 1791) ihrer Zeit. Ihre Gesangsdarbietungen, aber auch ihr Klavierspiel fanden in Berlin ein begeistertes Publikum, v. a. in Liebhaberkonzerten, etwa im Hause des Vaters oder Christoph Friedrich Nicolais.

    R. begann um 1774 zu komponieren, seit 1775 wurden ihre Lieder vornehmlich in Almanachen gedruckt. Auch nach ihrer Vermählung mit Johann Friedrich Reichardt blieb R. als Komponistin tätig. Ihre Lieder und Ciaviersonaten im galanten Stil wurden bis 1782, d. h. bis zu ihrem frühen Tod im Kindbett, publiziert. Zu den Förderern von R.s „zart edler“ Kunst gehörten neben Nicolai insbesondere Johann Georg Hamann, Christian Daniel Friedrich Schubart und Johann Heinrich Voß d. Ä. Letzterer lieferte neben Caroline Rudolphi, Christian Weisse u. a. Texte für die Liedkompositionen.

  • Werke

    etwa 35 Lieder u. mehrere Claviersonaten; - Drucke u. a. im Göttinger Musenalm. 1775, S. 144, im Musenalm., hg. v. J. H. Voß u. L. Fr. G. v. Göckingk, 1776–80, in den „Gedichten v. Caroline Christiane Louise Rudolphi“, hg. v. J. F. Reichardt, 1781 sowie eigenständig: J. R., Lieder u. Claviersonaten, 1782 (darin 17 Lieder u. 2 Sonaten).

  • Literatur

    F. Lorenz, Die Musikerfam. Benda, 1967; W. Salinen, J. F. Reichardt, 1963; B. G. Jackson, Musical Women of the Seventeenth and Eighteenth Centuries, in: Women and Music, A History, hg. v. K. Pendle, S. 54-94; N. B. Reich, in: Women Composers, Music through the Ages, 3, hg. v. S. Glickman u. M. F. Schleifer, 1998, S. 41 ff.; New Grove; New Grove (beide unter Benda); MGG2, Personenteil (unter Benda). – Zu Louise: I. Boffo-Stetter, Luise R. als Musikpädagogin u. Komp., 1996.

  • Autor

    Walter Salmen
  • Empfohlene Zitierweise

    Salmen, Walter, "Reichardt, Juliane" in: Neue Deutsche Biographie 21 (2003), S. 294-295 [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd123455634.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

Artikel noch nicht erschlossen.