• Leben

    Erichson: Johann E., namhafter Theologe und Schulmann, geb. zu Sternberg in Mecklenburg-Schwerin (23.) 24. October 1700, 26. Mai 1779. Seine Bildungsgeschichte verliert sich in völlige Dunkelheit. Nicht einmal wo und wie lange er studirte, läßt sich feststellen. Unzweifelhaft dagegen ist, daß er eine Berufung zur Professur in Kiel ausschlug und eine Zeit lang mit Teller in eine gelehrte Streitfrage verwickelt war. 1741 erscheint er als Conrector, bald darauf als Rector des deutschen Lyceums in Stockholm; hier brachte er den Ruf deutscher Tüchtigkeit in Wissenschaft und Pädagogik zu Ehren. 1745 ward er in die Heimath zurückberufen als Pastor zu Starkow in der Präpositur Barth und wirkte bis zu seinem Tode als Prediger und Seelsorger segensreich. Litterarisch hat er sich durch manche Leistung bekannt gemacht. Außer theologischen und pädagogischen Schriften, welche in Stockholm veröffentlicht wurden, lieferte er schätzbare Beiträge theologischen und historischen Inhalts zu Dähnert's pommer'scher Bibliothek und kritischen Nachrichten und war auch Mitarbeiter am theologischen Magazin.

    • Literatur

      Biederstedt's Nachrichten von dem Leben und den Schriften neuvorpommerisch-rügenscher Gelehrten, 1824.

  • Autor/in

    Häckermann.
  • Empfohlene Zitierweise

    Häckermann, Adolf, "Erichson, Johann" in: Allgemeine Deutsche Biographie 6 (1877), S. 214 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137466609.html#adbcontent

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