Lebensdaten
1701 bis 1777
Geburtsort
Kanena bei Halle/Saale
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
preußischer General
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 135737516 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Dieskau, Karl Wilhelm von
  • Dieskau, Karl von
  • Dieskau, Karl Wilhelm von

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Zitierweise

Dieskau, Karl von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135737516.html [17.10.2018].

CC0

  • Genealogie

    Zur Fam. gehören: Hans ( 1514), kurmainzischer u. magdeburgischer Rat u. Hofmeister, Präs. der Stifter Magdeburg u. Halberstadt, u. seine S Hieronymus ( 1567), magdeburgischer Rat (Urgroßvater des Gustav Carl, s. u.), Otto ( 1553), kaiserlicher Heerführer u. kursächsischer Diplomat (s. ADB V), Hans ( 1563), kaiserlicher FZM;
    V Karl Vollradt (1672–1762), Herr auf Benndorf, S des Gustav Carl (1634–97), Herr auf Kanena u. Benndorf, u. der Anna Kath. v. Hagen (1643–85);
    M Joh. Eleonore, T des Heinr. Wilh. v. Körbener, Herr auf Freckleben, anhältischer Offizier; ledig; Großneffe Helmuth v. Moltke ( 1891), GFM.

  • Leben

    D. darf als der wesentlichste Förderer der preußischen Artillerie vor und während des 7jährigen Krieges gelten. 1721 in den Militärdienst eingetreten, wurde er nach dem Thronwechsel 1741 zum Hauptmann und 1746 zum Major ernannt. In dieser Zeit hatte er sich unter dem General Ch. N. von Linger schon so große Verdienste um den Ausbau der Artillerie besonders in technischer Hinsicht erworben, daß er 1752 den Orden Pour le mérite erhielt und bei dem Tode seines Vorgesetzten 1755 mit Übergehung älterer Offiziere an dessen Stelle zum Oberstleutnant und Generalinspekteur der Artillerie befördert wurde. Seine Bedeutung als Organisator zeigte sich während des 7jährigen Kriegs auf großartige Weise. Die Zahl der schweren Geschütze wurde in kurzer Zeit mehr als verdoppelt, ihre Haltbarkeit und Wirksamkeit wesentlich verbessert. Auch im Felde entfaltete er bedeutende Fähigkeiten; vor allem zeichnete er sich bei den Belagerungen von Breslau im Dezember 1757 und von Schweidnitz im April 1758 und August 1762 aus. Er stieg bis zum Generalleutnant (1768) auf und erhielt den Schwarzen Adlerorden (1768). D. galt als strenger Vorgesetzter, fügte aber das Artilleriekorps, das anfangs stark durch Desertionen zu leiden hatte, fest zusammen.

  • Literatur

    ADB V;
    K. W. v. Schöning, Hist.-biogr. Nachrr. z. Gesch. d. brandenburg.-preuß. Artillerie, 2 Bde., 1844;
    J. Mebes, Btrr. z. Gesch. d. brandenburg.-preuß. Staates u. Heeres I, 1861, S. 517;
    Priesdorff I, S. 521-24 (L, P).

  • Autor/in

    Hans Branig
  • Empfohlene Zitierweise

    Branig, Hans, "Dieskau, Karl von" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 662 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135737516.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Dieskau: Karl Wilhelm v. D., königl. preußischer Generallieutenant, Artilleriegeneralinspecteur, geb. 1701 zu Dieskau bei Halle, 14. August 1777 zu Berlin, unverheirathet. Er ist im J. 1721 bei der preußischen Artillerie eingetreten und hat in und mit dieser Waffe während zwölf Feldzügen, zehn Schlachten, neun Belagerungen rühmlichst gedient. Am 9. Juli 1752 zeichnete Friedrich der Große den Major v. Dieskau aus durch den Orden pour le mérite und eine prächtige Tabacksdose. Die Ernennung zum Oberst und Generalinspecteur sämmtlicher Artillerie sowie auch zum Chef des 1. Artilleriefeldbataillons, datirt vom 24. Febr. 1757. Im Octb. 1762 überreichte D. nach 6 wöchentlicher Belagerung der Festung Schweidnitz dem König die Liste der hier eroberten österreichischen Geschütze; der König behändigte ihm dagegen das Generalmajorspatent. Sechs Jahre später folgte die Beförderung zum Generallieutenant und Ritter des höchsten Ordens. Der große König ehrte seinen „Schlachtendonnerer“ durch Krankenbesuch und ein besonders feierliches Leichenbegängniß. Ein Mehreres über Dieskau findet sich in „Mars, eine allgemeine militärische Zeitung“, Berlin 1805. Dargestellt ist er auf der Nordseite des Friedrichsdenkmals zu Berlin: eine wohlverdiente Aufmerksamkeit, „weil er in den schwierigsten Lagen des 7jährigen Krieges als Artilleriechef Rath zu schaffen wußte“.

  • Autor/in

    Lippe.
  • Empfohlene Zitierweise

    Lippe, E. Graf zur, "Dieskau, Karl von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 147 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135737516.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA