• Leben

    Ruedorffer: Bernhard R., geb. 1620, in Schwanenstadt (in Oesterreich ob der Enns) am 30. Mai 1679, war im Kloster Seeon in den Benedictinerorden eingetreten und wirkte 1647— 1651 als Professor der Philosophie an der (1623) neu gegründeten Universität Salzburg. Hernach war er Prior in Seeon und übernahm später (1674) die Decanats-Pfarrei zu Schwanenstadt. Während der Zeit seines Lehramtes war er litterarisch thätig und schrieb „Biga operationum mentis in circum philosophicum missa“ (1647), woran sich anreihte „Tertia mentis operatio“ (1647), indem in beiden zusammen eine Darstellung der aristotelischen Logik enthalten ist, welche auf thomistischem Standpunkte stehend in völlig scholastischer Weise die üblichen Streitpunkte erörtert. Den gleichen Inhalt gab er unter Weglassung der Controversen in der schulmäßigen Form eines Compendiums „Logica, philosophiae peripateticae instrumentum, in manuale compendium reducta“ (1650). Außerdem schrieb er behufs der üblichen Disputationen mehrere Dissertationen über das aristotelische Ens mobile (1648) und erläuternde Auszüge aus den naturphilosophischen Schriften des Aristoteles (1650).

    • Literatur

      Kobolt, Bair. Gelehrten-Lexikon, S. 568.

  • Autor/in

    Prantl.
  • Empfohlene Zitierweise

    Prantl, Carl von, "Ruedorffer, Bernhard" in: Allgemeine Deutsche Biographie 29 (1889), S. 586 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd128665564.html#adbcontent

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