• Genealogie

    V Joh. Jos. (1814–86), Volksschullehrer, S des Metzgers Christian Frdr. Carl u. der Maria Ther. Forst;
    M Elis. (1822–75), T des Ackerers Dominikus Schwartz u. der Maria Anna Jacobs.

  • Leben

    Nach Universitätsstudien in Bonn 1875 zum Priester geweiht, wurde C. Stiftsvikar an der Alten Kapelle zu Regensburg und Lehrer an der Kirchenmusikschule, 1881 Domkapellmeister in Köln. Bis 1909 hatte er das Amt inne und entfaltete eine fruchtbare Tätigkeit im Dienste der Kirchenmusikreform. 1888 zum Diözesanpräses des Cäcilienvereins ernannt, gewannen seine Reformbestrebungen in der ganzen Diözese Bedeutung. Als Lehrer und Organisator war C. ebenso erfolgreich wie als Musiker, der den Kölner Domchor zur Blüte führte. Zahlreiche Ehrungen (1904 Monsignore, 1909 Domkapitular, 1921 päpstlicher Hausprälat) wurden ihm zuteil. Als Komponist stand er im Banne der cäcilianischen Strömungen, blieb jedoch auch neueren Entwicklungen, wie seine Stellungnahme zu M. Reger zeigt, aufgeschlossen. Besonderes Interesse wandte C. dem deutschen Kirchenlied und seiner Pflege zu. Wie er in seiner Komposition der cäcilianischen Palestrinanachahmung folgte, so sind seine Kirchenlieder von dem zeitgegebenen weichen Liedstil bestimmt. Wertvoll ist C.s Eintreten für den Gregorianischen Choral.

  • Werke

    u. a. Messen: op. 1, op. 4; Requiem op. 2; lat. Kirchengesänge: op. 5, 9, 10, 11, 15, 17-22, 25; Schrr.:
    Üb. d. einheitl. Pflege d. Chorals, 1910;
    Kurzgefaßte Regeln f. d. Vortrag d. Gregorian. Chorals, 1911;
    Instructio choralis, in: Vorträge v. C. C., P. Wagner …, 1911.

  • Literatur

    Musica sacra 61, 1931;
    Gregoriusbl. 55, 1931;
    A. Weißenbäck, Sacra musica, 1937;
    A. Scharnagl, in: MGG (W, L).

  • Autor/in

    Karl Gustav Fellerer
  • Empfohlene Zitierweise

    Fellerer, Karl Gustav, "Cohen, Karl" in: Neue Deutsche Biographie 3 (1957), S. 313 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd128587695.html#ndbcontent

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