Lebensdaten
1631 oder 1632 bis 1688
Geburtsort
Nürnberg
Sterbeort
Nürnberg
Beruf/Funktion
Kirchenlieddichter
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 124615813 | OGND | VIAF: 25541204
Namensvarianten
  • Bornmeister, Simon
  • Bormeister, Simon
  • Bormeisterus, Simon
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Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Bornmeister, Simon, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd124615813.html [26.11.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Marx Burmeister, Silberarbeiter;
    M Maria Göring, verwitwete Letenmeir;
    1) Nürnberg 10.3.1658 Anna Maria, T des Wirtes zum Roten Hahn Georg Trummert, 2) Nürnberg 19.9.1681 Maria Magd. Ernst, geborene Wagner; 10 K.

  • Leben

    B. erwarb 1654 an der Universität Altdorf den Magistergrad, trat darauf in den Schuldienst seiner Vaterstadt und wurde 1668 Rektor an der Spitalschule zum heiligen Geist. 1683 übernahm er das gleiche Amt an der Sebaldschule, zu dem ein Jahr vor seinem Tode noch die Professur für Geschichte am Egidiengymnasium hinzukam. 1668 krönte ihn Sigmund v. Birken zum Dichter und nahm ihn in den Pegnesischen Blumenorden auf. Er erhielt den Gesellschaftsnamen Fontano II. Mit seinen 80 religiösen Liedern erfüllte er das 1. Ordensgesetz: „Dichtung zur Ehre des dreieinigen Gottes“. Vornehmlich schrieb er Lieder der Jesusliebe, von „Gottes Vorsorg“, Neujahrs-, Pfingst- und Trauungslieder (u. a. eines nach Weise und in der Metaphorik von „Wie schön leucht' uns der Morgenstern“). Sein Persönlichstes aber legte er in die Kinderbegräbnislieder, die durch den Verlust eines Töchterchens und seines Sohnes veranlaßt wurden. Besonders „Schönstes Seelchen, gehe fort“ wurde ein weit verbreitetes Trostlied.

  • Werke

    Drei Lieder üb. Andachten d. geistl. Erquickstunden Heinr. Müllers …, 1673;
    Rauch-Opffer Geistlicher Lieder Andacht …, Nürnberg 1674;
    Geistlicher Lieder Blumen-strauß …, Nürnberg 1685 (= 2., verm. Aufl. d. „Rauchopfers“).

  • Literatur

    ADB III;
    Goedeke III, 1887, S. 189 (W);
    Koch, Kirchenlied III, 31867, S. 493 f.;
    A. Fischer-W. Tümpel, Das dt. ev. Kirchenlied d. 17. Jh. V, 1911, S. 108-22 (Textproben);
    G. A. Will, Nürnberg. Gelehrten-Lex. I, 1755, S. 136, V, 1802, S. 114;
    A. F. W. Fischer, Kirchenlieder-Lex., 1878.

  • Portraits

    Kupf. v. unbek. Hand (Kupf.kab. Dresden u. Stadtbibl. Nürnberg).

  • Autor/in

    Adalbert Elschenbroich
  • Empfohlene Zitierweise

    Elschenbroich, Adalbert, "Bornmeister, Simon" in: Neue Deutsche Biographie 2 (1955), S. 471 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124615813.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Bornmeister: Simon B., geb. 31. Mai 1632 zu Nürnberg, daselbst 8. Dec. 1688. Nachdem er 1654 auf der Universität Altdorf magistrirt hatte, diente er an den gelehrten Schulen seiner Vaterstadt Nürnberg; 1683 trat er vom Rectorat an der Spitalschule zum heil. Geist auf das an der Sebalderschule über und bekam daneben 1687 auch noch die Professur der Geschichte am Egidiengymnasium. — Gekröntes Mitglied des Blumenordens, gab er 80 geistliche Lieder heraus ("Poetischer Andachtsklang", 1673; „Rauchopfer geistlicher Liedersammlung", 1674, 2. Aufl.; „Geistlicher Liederblumenstrauß", 1685), von welchen zu nennen: „Gott sorgt für dich", „Jesu, meines Herzens Wonne“, „Schönstes Seelchen, gehe fort“. Letzteres wurde an vielen Orten bei allen Kindesleichen gesungen.

    • Literatur

      Koch's Kirchenlied III. S. 493.

  • Autor/in

    P. Pr.
  • Empfohlene Zitierweise

    , "Bornmeister, Simon" in: Allgemeine Deutsche Biographie 3 (1876), S. 176 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd124615813.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA