Lebensdaten
1810 bis 1869
Geburtsort
Ripon (Grafschaft York)
Sterbeort
Mannheim
Beruf/Funktion
Telegrapheningenieur
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 119237334 | OGND | VIAF: 10651659
Namensvarianten
  • Fardely, William

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Zitierweise

Fardely, William, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119237334.html [26.10.2020].

CC0

  • Genealogie

    V William ( 1831), aus London, Sprachlehrer;
    M Maria Anna Josepha ( 1832), T d. GR Korbach in Koblenz;
    Tante-m Katharina ( Joh. Adam Itzstein, 1855, bad. Politiker, s. ADB XIV); ledig.

  • Leben

    F. gehört zu den Wegbereitern der elektrischen Telegraphie. 1820 kam er nach Mannheim. 1840-42 hatte er in London Gelegenheit, die Telegraphen von Cooke und Wheatstone im Eisenbahndienst kennen zu lernen. Nach seiner Rückkehr nach Mannheim entwickelte er einen Zedgertelegraphen, den er 1844 bei der Taunusbahn zwischen Kastel und Wiesbaden einführte. Als erster auf dem europäischen Kontinent benutzte er die Erde zur Rückleitung. F.s einfach konstruierter Zeigerapparat fand 1846/47 bei der Sächsisch-Schlesischen und Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn Eingang. 1851 wurde unter seiner Leitung die Telegraphenlinie von Neunkirchen nach Ludwigshafen gebaut. F. beteiligte sich an der Entwicklung der Relaisübertragung und an der Verbesserung der galvanischen Elemente.

  • Werke

    Die Galvanoplastik, 1842;
    Die elektr. Telegraphie mit bes. Berücksichtigung ihrer prakt. Anwendung f. d. gefahrlosen u. zweckmäßigen Betrieb d. Eisenbahnen, 1844;
    Der Zeigertelegraph f. d. Eisenbahndienst, 1856.

  • Literatur

    ADB 48 (L);
    Mannheimer Gesch.bll., 1901, Nr. 6, Sp. 141 f., 1903, Nr. 1, Sp. 19, Nr. 6, Sp. 151, 1918, Nr. 5/6, Sp. 37 f.;
    Telegrafenpraxis, 1929, S. 392;
    E. Feyerabend, Der Telegraph v. Gauß u. Weber im Werden d. elektr. Telegraphie, 1933, S. 129 ff. (P).

  • Autor/in

    Gustaf Jacob
  • Empfohlene Zitierweise

    Jacob, Gustaf, "Fardely, William" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 24 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119237334.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Fardely: William F., Erbauer der ersten elektromagnetischen Telegraphenanlage der Erde mit einem Draht, zugleich der ersten, dem praktischen Betrieb dienenden Eisenbahntelegraphenanlage des Continents. Geboren zu Ripon (Yorkshire) am 16. Februar 1810, am 17. Februar 1869 zu Mannheim, wo er seit 1820 lebte. Seine Studienjahre ließen sich nicht ermitteln, weder in Heidelberg noch Karlsruhe kommt sein Name vor. 1840—42 war er in England und kommt als „Telegrapheningenieur“ nach Mannheim zurück. 1844 baut er die 8,8 Kilometer lange Telegraphenlinie Wiesbaden-Kastel längs der Taunusbahn, die erste auf dem Festland, die erste mit einem Draht auf der ganzen Erde. Allein die Kosten verringerte F. so von 1800 Gulden auf 80 Gulden für den Kilometer. F. schrieb: „Galvanoplastik“ (Mannheim 1842); „Elektrischer Telegraph“ (ebd. 1844); „Zeigertelegraph“ (ebd. 1856). Ein Oelgemälde von ihm und zwei seiner Zeigertelegraphen hat der Mannheimer Alterthumsverein. Die Stadt Mannheim setzt ihm auf seinem Grabe einen Denkstein.

    • Literatur

      Vgl. Mannh. Geschichtsblätter 1901 Nr. 6, 1903 Nr. 1 u. 6. — Bad. Gewerbe-Ztg., Mannh. 1902, Nr. 17. — Arch. f. Post u. Telegraphie, Berlin 1903, Nr. 9.

  • Autor/in

    F. M. Feldhaus.
  • Empfohlene Zitierweise

    Feldhaus, Franz Maria, "Fardely, William" in: Allgemeine Deutsche Biographie 48 (1904), S. 497 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119237334.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA