Bréal, Michel
- Lebensdaten
- 1832 – 1915
- Geburtsort
- Landau in der Pfalz (seit 1816 bayerischer Rheinkreis)
- Sterbeort
- Paris
- Beruf/Funktion
- Linguist ; Begründer des modernen Marathonlaufs ; Bildungsreformer ; Philologe
- Konfession
- jüdisch
- Normdaten
- GND: 118928392 | OGND | VIAF: 24598653
- Namensvarianten
-
- Bréal, Michel Jules Alfred
- Breal, Michael Julius Alfred / geborener
- Bréal, Michel
- breal, michel
- Bréal, Michel Jules Alfred
- breal, michel jules alfred
- Breal, Michael Julius Alfred / geborener
- M. B.
- M.B.
- B., M.
- Bréal, Michael
- Bréal, Mich.
- Bréal, Michel Jules Alfred
- Bréal, Michel-Jules-Alfred
- Bréal, Michel J. A.
- Bréal, Michel J.A.
- Bréal, Michel J.
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Bréal, Michel Jules Alfred (geborener Michael Julius Alfred Breal)
1832 – 1915
Linguist, Begründer des modernen Marathonlaufs, Bildungsreformer
Michel Bréal gilt als Begründer der Semantik als eigenständiger Wissenschaftsdisziplin und erfand den Marathonlauf als Sportart. Zudem regte er bedeutende Bildungsreformen an und betätigte sich als Mittler zwischen Deutschland und Frankreich, was ihn zum Ziel nationalistisch motivierter Anfeindungen machte.
Lebensdaten
Michel Bréal, Bibliothèque nationale de France (InC) -
Autor/in
→Hans Giessen (Saarbrücken)
-
Zitierweise
Giessen, Hans, „Bréal, Michel“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.01.2026, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118928392.html#dbocontent
Schulzeit und Ausbildung
Bréal stammt aus einem jüdisch-laizistischen Familienzweig und besuchte seit 1832 die Protestantische Grundschule in Landau in der Pfalz (seit 1816 bayerischer Rheinkreis). Nach dem Tod des Vaters 1839 übersiedelte die Mutter 1841 mit den drei Geschwistern zu Verwandten in das elsässische Wissembourg (Département Bas-Rhin, Frankreich), wo Bréal das Collège communal besuchte, ehe er 1843 an das Lycée in Metz und wegen herausragender Schulleistungen 1849 an das Lycée-Louis-le-Grand in Paris wechselte, das renommierteste Gymnasium Frankreichs. Im Anschluss an ein Vorbereitungsstudium an der École Préparatoire Sainte-Barbe studierte er seit 1852 an der École Nationale Supérieure rue d’Ulm v. a. Sprachwissenschaft, die zu dieser Zeit fast ausschließlich historisch orientiert war. 1855 ließ er sich am Lycée in Strasbourg zum Gymnasiallehrer ausbilden, schlug 1856 ein Angebot aus, als Lehrer an das Lycée-Louis-le-Grand in Paris zurückzugehen, erhielt 1857 seine agrégation des lettres de l'enseignement secondaire und absolvierte im selben Jahr ein Aufbaustudium an der Universität Berlin bei dem Sanskritforscher Albrecht Weber (1825–1901) und dem Komparatisten Franz Bopp (1791–1867).
Berufliche Tätigkeiten
Nach seiner Rückkehr nach Paris erhielt Bréal 1858 eine Stelle an der Bibliothèque Imperiale und begann seine umfangreiche und vielfältige Publikationstätigkeit, u. a. mit Forschungsarbeiten zur vergleichenden Mythenforschung. 1863 verfasste er an der Faculté des lettres der Sorbonne bei Émile Egger (1813–1885) seine Dissertation in komparativer Mythologie. Er verlegte seinen Schwerpunkt dann auf die vergleichende Sprachwissenschaft, indem er von 1866 bis 1872 das damalige Standardwerk dieser Disziplin, Bopps Hauptwerk „Vergleichende Grammatik des Sanskrit, Send, Armenischen, Griechischen, Lateinischen, Litauischen, Altslavischen, Gothischen und Deutschen“ (6 Bde., 1833–1852) in das Französische übertrug – mit dem expliziten Ziel, damit einen Wissenstransfer zu leisten. Zudem veröffentlichte er teils vielfach aufgelegte Lehrbücher und Grammatiken, u. a. mit seinen Kollegen Anatole Bailly (1833–1911) und Léonce Person (1843–1887).
1868 erhielt Bréal die Professur für Vergleichende Grammatik am Collège de France und entwickelte einen vierten Arbeitsschwerpunkt: In seinen Publikationen griff er nun in pädagogische Diskussionen ein und kritisierte v. a. den autoritären Erziehungsstil französischer Bildungseinrichtungen („Quelques mots sur l’instruction publique en France“, 1872). Damit überzeugte er Bildungsminister Jules Ferry (1832–1893), dessen Angebot, in sein Ministerium zu wechseln, Bréal zwar ablehnte, den er aber 1868 bei der Etablierung einer Reformhochschule, der École Pratique des Hautes Études, unterstützte, an der er zusätzlich eine zweite Professur übernahm. Zugleich fungierte Bréal von 1879 bis 1888 als Inspecteur de l‘enseignement supérieur (Generalinspektor für das staatliche Unterrichtswesen an den Hochschulen). Obwohl er 1870 die Kriegsbegeisterung deutscher Kollegen beklagt hatte und vor den Kriegswirren und der Pariser Kommune 1871 für ein Jahr nach Lüttich, Aachen und Bordeaux fliehen musste, trat er kurz nach dem Deutsch-Französischen Krieg für Bildungsreformen nach deutschem Vorbild ein, was ihm in Frankreich zahlreiche Anfeindungen einbrachte.
Leistungen als Sprachwissenschaftler und Sportfunktionär
1875 dokumentierte und übersetzte Bréal die Eugubinischen Tafeln, Bronzetafeln aus dem dritten vorchristlichen Jahrhundert mit einem Text in etruskischer Schrift, der sich als Beschreibung eines altumbrischen Jupiterkults erwies, was internationales Aufsehen auslöste. So ließ etwa Leo Tolstoi (1828–1910) Alexej Karenin, die Hauptfigur seines Romans „Anna Karenina“ (entstanden 1873–1878), in Bréals Buch lesen. Bréals Prominenz über akademische Kreise hinaus nutzte sein Freund Pierre de Coubertin (1863–1937), der ihn für sein Vorhaben, Olympische Spiele der Neuzeit zu etablieren, um Unterstützung bat.
Bréal nahm 1894 am ersten Olympischen Kongress an der Sorbonne in Paris teil und hielt hier die erste Rede, in der er das auf ihn zurückgehende Olympische Motto „citius, altius, fortius“ propagierte. Zudem schlug er erfolgreich vor, bei den ersten Spielen 1896 einen Laufwettkampf von Marathon nach Athen zu organisieren und wurde so zum Begründer des Marathonlaufs als Sportwettbewerb – der einzigen Sportart, die eigens für Olympia erfunden wurde, sich dann aber schnell verselbständigte.
Als Sprachwissenschaftler erwies sich Bréal als ebenso bedeutsam wie innovativ. Er öffnete die bis dahin diachron vorgehende Linguistik für synchrone und soziale Fragestellungen und etablierte die Semantik als eigenständige wissenschaftliche Disziplin („Essai de sémantique. Science des significations“, 1897), die sein Schüler Ferdinand de Saussure (1857–1913) zur Semiotik weiterentwickelte.
Bis an sein Lebensende engagierte sich Bréal weiterhin als Kulturmittler zwischen Deutschland und Frankreich, etwa 1898 mit Studien über Johann Wolfgang von Goethe (1749–1832). Er publizierte regelmäßig auch auf Deutsch und hielt Kontakt etwa zu Kollegen wie Theodor Mommsen (1817–1903). Noch 1908 veröffentlichte er Gedanken zu Deutschland in der u. a. von Hermann Hesse (1877–1962) mit herausgegebenen Zeitschrift „März“. Vom Beginn des Ersten Weltkriegs erschüttert, initiierte er Friedensinitiativen, so plädierte er u. a. bereits seit 1913 für eine Neutralisierung Elsass-Lothringens. Bréals Initiativen blieben aber erfolglos und wurden in beiden Ländern weitgehend ignoriert.
Zu Bréals Kollegen- und Freundeskreis zählten sein Vorgänger an der Bibliothèque Imperiale und späterer Kollege am Collège de France, Ernest Renan (1893–1892) sowie Gaston Paris (1839–1903), Gabriel Monod (1844–1912) und James Darmesteter (1849–1894). Neben Saussure gehörte Bréals Nachfolger am Collège de France, Antoine Meillet (1866–1936), zu seinen bedeutendsten Schülern. Vom Einfluss von Bréals Denken zeugen die Werke von Marcel Mauss (1872–1950) bzw. Georges Dumézil (1898–1986), Michel Leiris (1901–1990), Roger Caillois (1913–1978) und Claude Lévi-Strauss (1908–2009) bis hin zu Roland Barthes (1915–1980), Michel Foucault (1926–1984), Jacques Derrida (1930–2004) und Umberto Eco (1932–2016). Die 2008 gegründete Michael-Bréal-Gesellschaft hat sich dem Ziel verschrieben, Bréals Werk zu verbreiten und zu erforschen sowie zur Pflege deutsch-französischer Beziehungen in Bréals Sinn beizutragen.
| 1866 | Gründungsmitglied der Société de Linguistique de Paris (1877 Sekretär) |
| 1869 | Chevalier des Ordre national de la Légion d’Honneur, Frankreich (1881 Officier, 1890 Commandeur) |
| 1875 | ordentliches Mitglied der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres, Institut de France, Paris |
| 1883 | Dr. h. c., Universität Zürich |
| 1884 | assoziiertes Mitglied der Classe des Lettres et des Sciences morales et politiques der Académie royale des Sciences, des Lettres et des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel |
| 1885 | Mitglied der Reale Accademia delle scienze, Turin |
| 1885 | Mitglied der Griechischen philologischen Gesellschaft, Konstantinopel |
| 1888 | Dr. h. c., Universität Bologna |
| 1932 | Rue Michel Bréal, Paris |
| 2008 | Michel-Bréal-Gesellschaft, Landau in der Pfalz |
| 2012 | Bréal-Büste (bis 2025) und Gedenktafel, Böckingsches Palais (Geburtshaus), Landau in der Pfalz |
| 2014 | Michel-Bréal-Straße, Landau in der Pfalz |
| 2024 | Bréal-Marathon, Landau in der Pfalz (internationaler Marathonwettbewerb) |
Nachlass:
nicht erhalten.
Weitere Archivmaterialien:
Institut de France und Bibliothèque nationale de France, Paris. (Korrespondenz, Familienarchiv)
Monografien und Übersetzungen:
Étude des origines de la religion Zoroastrienne, 1862.
Hércule et Cacus, étude de mythologie comparée, 1863. (Diss. phil.)
De Persicis nominibus apud scriptores graecos, 1863.
François Bopp, Grammaire comparée des langues indo-européennes comprenant le sanscrit, le zend, l’arménien, le grec, le latin, le lithuanien, l’ancien slave, le gothique et l’allemand, 4 Bde., 1866–1872. (Übers. u. Einf.)
Quelques mots sur l’instruction publique en France, 1872, 51886.
Les tables eugubines. Texte, traduction et commentaire, avec une grammaire et une introduction historique, 2 Bde., 1875.
Mélanges de mythologie et de la linguistique, 1877, 21882, Nachdr. 2005.
Sur le Déchiffrement des Inscriptions Cypriotes, 1877.
L’enseignement de la langue française, 1878.
Michel Bréal/Anatole Bailly, Leçons de mots. Les mots latins groupés d’après le sens et l’étymologie. Cours intermédiaire, 1882, 351949.
La plus ancienne inscription latine, 1882.
L’inscription de Duenos, 1882.
Excursions Pédagogiques, 1882.
Michel Bréal/Anatole Bailly, Leçons de mots. Les mots grecs groupés d’après la forme et le sens, 1882, 281948.
Comment les Mots Sont Classés dans Notre Esprit, 1884.
Michel Bréal/Anatole Bailly, Leçons de mots. Dictionnaire étymologique latin. Les mots latins groupés d'après le sens et l’étymologie. Cours supérieur, 1885, 101922.
Michel Bréal/Anatole Bailly, Exercices de traduction & d’application (thèmes, versions et composition des mots) sur les mots grecs, 1886.
Michel Bréal/ Léonce Person, Grammaire latine élémenaire, 1888, 41901.
Michel Bréal/ Léonce Person, Grammaire latine. Cours élémentaire et moyen, 1890, Neuausg. 1902.
La Réforme de l’orthographie Française, 1890.
De l’enseignements des langues anciennes, 1891.
De l’enseignements des langues vivantes, 1893, 21900.
Causeries sur l’orthographie, 1893.
Essai de sémantique. Science des significations, 1897, 71924, Nachdr. 2011, dt. u. d. T. Semantik. Wissenschaft und Bedeutungen, hg. v. Heinz-Helmut Lüger/Christine Bergdoll/Gabriele Straßer, 2020 (P), span. 1899, engl. 1900, ital. 1990, portugies. 1992.
Deux études sur Goethe, 1898.
Pour mieux connaître Homère, 1906, 21911.
Mitherausgeberschaft:
Revue critique d’histoire et de littérature, 1866–1890.
Aufsätze und Beiträge:
Cacus, Kaikias, in: Zeitschrift für vergleichende Sprachforschung 10 (1861), S. 319 f.
De la géographie de l’Avesta, in: Journal asiatique 19 (1862), S. 482–497.
Le Brahmane Tchengrénghâtchah, in: ebd., S. 497–502.
Le mythe d’Œdipe, in: Revue archéologique 7 (1863), S. 193–214.
De la Méthode comparative appliquée à l’étude des langues, in: Revue des cours littéraires de la France et de l’étranger v. 10.12.1864, S. 20–23 u. 43–47.
De la forme et de la fonction des mots, in: ebd. v. 29.12.1866, S. 65–71.
Les progrès de la grammaire comparée, in: Mémoires de la Société de linguistique de Paris 1 (1868), S. 72–89.
Quelle place doit tenir la grammaire comparée dans l’enseignement classique?, in: Revue archéologique 25 (1873), S. 123–135.
L’enseignement de la langue française, in: Revue politique et littéraire (Juli–Dezember 1876), S. 4–10.
Les Lois Intellectuelles du Langage, Fragment de Sémantique, in: Annuaire de l'Association des Etudes Grecques 17 (1883), S. 133–142.
Erinnerungen an Deutschland, in: März. Halbmonatsschrift für deutsche Kultur 2 (1908), S. 75–83. (Autobiografie)
La neutralisation de l’Alsace-Lorraine, in: La paix par le droit v. 25.1.1913, S. 36.
Bibliografie:
Hans W. Giessen, Michel Bréal. Ein bibliografischer Überblick, 2018, u. Heinz-Helmut Lüger, Sekundärliteratur, 2025. (Onlineressource)
Monografien und Sammelbände:
Eugeniu Coseriu, Sincronía, diacronía, e historia. El problema del cambio lingüístico, 1958.
Brigitte Nerlich, Change in Language. Whitney, Bréal and Wegener, 1990.
Marc Décimo, Michel Bréal 1832–1915. Catalogue de l’exposition tenue à l’occasion du colloque „Bréal et le sens de la sémantique”, 1997.
Pierre Boutan, De l’enseignement des langues. Michel Bréal, linguiste et pédagogue, 1998.
Gabriel Bergounioux (Hg.), Bréal et le sens de la Sémantique, 2000.
Marcos Martínez Hernández/Dolores del Pino García Padrón/Dolores Corbella Díaz/Cristóbal José Corrales Zumbado/Francisco José Cortés Rodríguez/José Secundino Gómez Soliño/María Laura Izquierdo Guzmán/José Manuel Oliver Frade/Berta Pico Graña/Luis Miguel Pino Campos/Francisca del Mar Plaza Picón/Germán Santana Henríquez (Hg.), Cien años de investigación semántica. De Michel Bréal a la actualidad, 2 Bde., 2000.
Hans W. Giessen/Heinz-Helmut Lüger/Günther Volz (Hg.), Michel Bréal. Grenzüberschreitende Signaturen, 2007.
Heinz-Helmut Lüger/Hans W. Giessen/Bernard Weigel (Hg.), Entre la France et l’Allemagne. Michel Bréal, intellectuel engagé, 2012.
Marc Décimo, Sciences et Pataphysique, Bd. 2: Comment la linguistique vint à Paris. De Michel Bréal à Ferdinand de Saussure, 2014.
Marina de Palo, L’invention de la sémantique. Bréal et Saussure, 2016.
Gabriel Bergounioux, Les origines de la sémantique de Franz Bopp à Michel Bréal, 2024.
Heinz-Helmut Lüger/Karl Heinz Rothenberger (Hg.), Michel Bréal. Ein deutsch-französischer Mittler und europäischer Wissenschaftler, 2024.
Aufsätze und Beiträge:
Antoine Meillet, Michel Bréal et la grammaire comparée au Collège de France, in: Thomas Sebeok (Hg.), Portraits of Linguists. A Biographical Source Book for the History of Western Linguistics, 1746–1963, Bd. 1, 1966, S. 440–453.
Simone Delesalle, Michel Bréal. Philologie, instruction et pouvoir, in: Langages 45 (März 1977), S. 67–83.
Hans Aarsleff, Bréal, „La Sémantique“, and Saussure, in: International Journal of Slavic Linguistics and Poetics 25/26 (1982), S. 23–39.
Werner Thielemann, Franz Bopp – Rückwirkung nach Frankreich. Michel Bréal – Schüler, Übersetzer, Kritiker, in: Reinhard Sternemann, (Hg.), Bopp-Symposium 1992 der Humboldt-Universität zu Berlin, 1994, S. 285–301.
Piet Desmet/Pierre Swiggers, La Linguistique de Michel Bréal. De la forme à la fonction et au sens des mots, in: dies. (Hg.), De la grammaire comparée à la sémantique. Textes de Michel Bréal publiés entre 1864 et 1898, 1995, S. 1–34.
Yvonne Stork, Michel Bréal und die Ambivalenz seiner Fortschrittsgläubigkeit, in: Peter Wunderli/Iwar Werlen/Matthias Grünert (Hg.), Italica – Raetica – Gallica, 2001, S. 471–487.
Marina De Palo, La semantica di Bréal, in: Versus 88/89 (2001), S. 39–61.
Arnaud Fournet, Michel Bréal (1832–1915). A Forgotten Precursor of Enunciation and Subjectivity, in: Revista Virtual de Estudos da Linguagem 9 (2011), S. 201–213.
Günther Volz, Michel Bréal (1832 Landau–1915 Paris) und Ludwig Bamberger (1823 Mainz–1899 Berlin), in: Jahrbuch der Hambach Gesellschaft (2011/12), S. 47–65.
Hans Giessen, The „Inventor“ of the Marathon Race, in: Journal of Olympic History 2 (2014), S. 31–39.
Hans Giessen, Zur Briefkorrespondenz zwischen Michel Bréal und Theodor Mommsen, in: Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz 118 (2020), S. 297–320.
Hans Giessen/Heinz-Helmut Lüger, Michel Bréal, l’homme qui a inventé le marathon, in: Christina Mitsopoulou/Alexandre Farnoux/Violenne Jeammet (Hg.), L’Olympisme. Une invention moderne, un héritage antique, 2024, S. 36–43.
Michael Bréal-Gesellschaft. (Biografie, W, L, P)
Marmorbüste v. Christoph Rothschuh, 2012, bis 2025 Böckingsches Palais (Geburtshaus), Landau in der Pfalz.