Lebensdaten
1808 bis 1843
Geburtsort
Bordesholm
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Maler
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 11709272X | OGND | VIAF: 15537113
Namensvarianten
  • Mohr, Johann Georg Paul

Quellen(nachweise)

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Mohr, Johann Georg Paul, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11709272X.html [21.09.2020].

CC0

  • Leben

    Mohr: Johann Georg Paul M., Landschaftsmaler, geb. 1808 als der Sohn eines Landmetzgers zu Vordesholm in Holstein, war erst für das Handwerk des Vaters bestimmt, kam endlich zu einem Decorationsmaler in Hamburg in die Lehre und als Geselle nach Dresden. Durch die schöne Natur und den fleißigen Besuch der Galerie, ebenso durch Professor Dahl gefördert, malte M. besonders bei dem Bischof Mauermann selbständige Decorationen und landschaftliche Darstellungen in Leimfarbe. Seit 1836 in München, durchzog M. das baierische Hochgebirge nebst Salzburg und Südtirol, ging dann auf vier Jahre nach Kopenhagen und schließlich wieder nach München, wo er aber schon im Herbste 1843 starb. In dankbarer Erinnerung an den Pfarrer Göltsche in Bordesholm, welcher ihm den ersten Schritt zur Kunst erleichtert hatte, heirathete er dessen Tochter. Seine Bilder waren durch breiten, geistvollen Vortrag und außerordentliche Frische und Wahrheit ausgezeichnet. Zu seinen besten zählt ein „Verfallenes Schloß an der schwedischen Küste“, „Der Prager Judenkirchhof“, eine große Landschaft am Inn mit Fähre und mehrere Waldpartien, welche zu den schönsten Hoffnungen für den leider so frühe seinem Schaffen entrissenen Künstler berechtigten.

    • Literatur

      Vgl. Raczynski II, 373; III, 599. Nagler 1840, IX, 351. Kunstvereinsbericht für 1843, S. 91. Hamburgisches Künstlerlexikon 1854, S. 169. Seubert 1878, II, 586.

  • Autor/in

    Hyac. Holland.
  • Empfohlene Zitierweise

    Holland, Hyacinth, "Mohr, Johann Georg Paul" in: Allgemeine Deutsche Biographie 22 (1885), S. 71 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11709272X.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA