Lebensdaten
1837 bis 1924
Geburtsort
Wien
Sterbeort
Graz
Beruf/Funktion
Mathematiker ; Geodät
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116820454 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Frischauf, Johannes
  • Frischauf, J.
  • Frischauf, Joh.
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Orte

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Zitierweise

Frischauf, Johannes, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116820454.html [22.03.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Ignaz (1810–85), Gastwirt, S d. Leopold in Röschitz/Nd.österr.;
    M Elisabeth (* 1806), T d. Michael Steinhart, Weinhauer in Roggendorf/Nd.österr.;
    N. N.;
    3 S.

  • Leben

    F. studierte in Wien an der Universität Mathematik, Astronomie und Physik, an der TH Geodäsie und Mechanik und wurde 1861 zum Dr. phil. promoviert. Schon 1863 Privatdozent in Wien, wurde er in rascher Folge 1866 außerordentlicher Professor und 1867, kaum 30jährig, ordentlicher Professor für Mathematik an der Universität Graz, an der er 40 Jahre hindurch wirkte. Bemerkenswert war seine Einführung des Seminarbetriebes zu einer Zeit, als diese Unterrichtsform an anderen Hochschulen noch unbekannt war. Zunächst der reinen Mathematik und Astronomie zugewandt, beschäftigte sich F. in späteren Jahren, durch seine alpinistische Tätigkeit angeregt, mit Fragen der angewandten Mathematik, Kartographie und Geodäsie. Er formulierte im Anschluß an Gauß das allgemeine Abbildungsgesetz von Flächen aufeinander, nach welchem entsprechende Figuren im Kleinen zueinander affin sind, Ergebnisse, mit denen er unmittelbar auf die Praxis des Vermessungswesens Einfluß nahm. Seine überaus fruchtbare literarische Tätigkeit, die er bis ins hohe Alter, fast erblindet, fortsetzte, erstreckte sich von der reinen Mathematik über die Astronomie und Geodäsie bis zur Alpinistik (Gebirgsführer durch Steiermark, Kärnten, Krain und so weiter, Steirische Wanderbücher). Er erwarb sich auch Verdienste um die Touristik in Slowenien und Kroatien.

  • Werke

    W u. a. Lehrb. d. allg. Arithmetik f. Mittelschule, 1868, 41881;
    Elemente d. Geometrie, 1870, 21877;
    Grundriß d. theoret. Astronomie u. d. Gesch. d. Planetentheorien, 1871, 31922;
    Absolute Raumlehre nach Joh. Bolyai bearb., 1872;
    Elemente d. absoluten Geometrie, 1876;
    Vorlesung üb. Kreis- u. Kugelfunctions-Reihen, 1897;
    Die math. Grundlagen d. Landesaufnahme u. Kartogr. d. Erdsphäroids, 1913;
    Btrr. z. Landesaufnahme u. Kartogr. d. Erdsphäroids, 1919. – Hrsg.;
    Soldner, Theorie d. Landesvermessung, = Ostwalds Klassiker 184, 1911.

  • Literatur

    Amann, in: Zs. f. Vermessungswesen 46, 1917, S. 277-79;
    S. Wellisch, in: Österr. Zs. f. Vermessungswesen 15, 1917, S. 129-33 (P);
    F. Müller, ebd. 53, 1924, S. 121 (W seit 1911);
    Pogg. III-VI;
    ÖBL.

  • Autor/in

    Godfried Oliwa
  • Empfohlene Zitierweise

    Oliwa, Godfried, "Frischauf, Johannes" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 618 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116820454.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA