Lebensdaten
1812 bis 1869
Geburtsort
Tangermünde
Sterbeort
Braunschweig
Beruf/Funktion
Lustspieldichter
Konfession
evangelisch?
Normdaten
GND: 116630795 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Floto, Wilhelm

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Floto, Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116630795.html [22.05.2019].

CC0

  • Leben

    Floto: Wilhelm F., Lustspieldichter der neuesten Zeit, geboren am 14. Juni 1812 zu Tangermünde, widmete sich der Apothekerkunst, studirte später mit Erfolg auf dem Collegium Carolinum in Braunschweig Chemie und erhielt bei einer von dieser Anstalt gestellten Concurrenzaufgabe den ersten Preis. Später wurde er Administrator, dann Pächter der homöopathischen Apotheke in Braunschweig. Als solcher starb er, wiederholt vom Schlage getroffen, unverheirathet daselbst am 22. Februar 1869. Durch Kränklichkeit schon früh an das Haus gefesselt, versuchte er sich im Lustspieldichten. Schon seine ersten Bühnenstücke, das fünfactige Lustspiel: „Der grüne Mann oder das Lustspiel auf Wiesenstedt" (1846) und noch mehr der einactige Schwank: „Das Sonntagsräuschchen" (1846) machten Aufsehen, das letztere wurde auf fast sämmtlichen deutschen Bühnen aufgeführt und hat sich fortwährend auf dem Repertoir erhalten. Es folgten: „Sie kriegen sich", Schwank in 1 Act (1847); „Nichts leichter als das", Lustspiel in 5 Aufzügen (1850); „Die Scheidungsacten als Ehevermittler", Lustspiel in 1 Aufzuge (1851); „Herrrn-Pfiffe und Diener-Kniffe", Lustspiel in 5 Acten (1852, Umarbeitung von „Nichts leichter als das"); „Liebe und Caprice", Lustspiel in 4 Acten (1853); „Der Hypochondrist", Schwank in 1 Act (1853); „Der Friedensstifter", Schwank in 1 Act (1853); „Ein Schalk“, Lustspiel in 3 Aufzügen (1854); „Das Haus Holberg“, Schauspiel in 5 Auszügen (1855, mit Dr. Karl Köchy gemeinschaftlich geschrieben); „Nur nicht ins Schwurgericht", Schwank (1858): „Der Zopfabschneider“, Schwank in 1 Acte (1858); „Ein falscher Schiller“, Lustspiel in 5 Acten (1860); umgearbeitet als|"Schiller in Schweinfurt“, Posse in 3 Acten (1868). Sämmtliche, nur als Manuscript für die Bühnen gedruckte Stücke sind Originale. Gute Erfindung, gewandte Bühnenkenntniß, Geschmack und Leichtigkeit der Sprache lassen F. zu den besten Lustspieldichtern der Neuzeit zählen. Am meisten gefielen „Das Sonntagsräuschchen“ und „Herren-Pfiffe und Diener-Kniffe“, welche letztere in Berlin mehr als fünfzig Mal hintereinander aufgeführt wurden. Mehrere von F. gedichtete zartempfundenen Lieder sind von Franz Abt componirt und dadurch Eigenthum des deutschen Volks geworden.

  • Autor/in

    F. Spehr.
  • Empfohlene Zitierweise

    Spehr, F., "Floto, Wilhelm" in: Allgemeine Deutsche Biographie 7 (1878), S. 133-134 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116630795.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA